Strategy hat in der Woche vom 9. bis 15. März 2026 seinen bislang größten Bitcoin-Kauf des Jahres getätigt — und erstmals überwiegend über Vorzugsaktien finanziert. Das Instrument zeigt dabei erste Risse.

Rekordzukauf, neues Finanzierungsmuster

22.337 Bitcoin für rund 1,57 Milliarden US-Dollar: Der Zukauf war der fünftgrößte in der Unternehmensgeschichte und markiert die zwölfte Woche in Folge mit Bitcoin-Akkumulation. Der durchschnittliche Einkaufspreis lag bei etwa 70.194 Dollar pro Coin.

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Neu war die Finanzierungsstruktur. Aus der STRC-Vorzugsaktien-Serie flossen 1,18 Milliarden Dollar — deutlich mehr als die 396 Millionen Dollar, die über Stammaktienverkäufe eingenommen wurden. Damit übernahm STRC erstmals die Hauptrolle bei der Bitcoin-Finanzierung.

Der Hintergrund: Strategys Stammaktie hat seit ihren Sechsmonatshochs mehr als 50 Prozent verloren. Weitere Verwässerung durch Stammaktienausgaben erscheint wenig attraktiv, solange das Kurs-zu-NAV-Verhältnis (mNAV) unter 1,0x liegt — genau dieser Zustand trat im März 2026 ein. Stammaktien sollen künftig gezielter eingesetzt werden, etwa wenn das mNAV deutlich über 1 liegt oder USD-Reserven aufgebaut werden sollen.

STRC fällt unter Nennwert

Der Rekordkauf hat unmittelbar Druck auf das STRC-Instrument erzeugt. Drei Handelstage in Folge notierte die Vorzugsaktie nach dem Ex-Dividenden-Datum vom 15. März unter ihrem Nennwert von 100 Dollar.

Das ist kein Einzelfall. STRC fiel bereits im November 2025 auf 89 Dollar und im Februar 2026 auf 93 Dollar — erholte sich aber beide Male wieder auf Nennwertniveau. Seit dem Start im Juli 2025 mit einer Anfangsdividende von 9 Prozent hat Strategy die Ausschüttungsrate siebenmal angehoben, zuletzt auf 11,5 Prozent. Marktbeobachter werten die Unterschreitung des Nennwerts als mögliches Signal für eine erneute Dividendenerhöhung um 25 Basispunkte — ein Mechanismus, der bereits im März 2026 angewandt wurde.

Das Problem: Jede Erhöhung verteuert die Finanzierung weiter. Die jährlichen Dividendenverpflichtungen aus ausstehenden Vorzugsaktien übersteigen mittlerweile eine Milliarde Dollar. Strategy hält rund 2,25 Milliarden Dollar in USD-Reserven als Puffer.

Milliardenverluste, ambitionierte Ziele

Strategys Bitcoin-Bestand liegt nach dem jüngsten Zukauf bei 761.068 BTC, erworben zu einem Gesamtpreis von rund 57,61 Milliarden Dollar — ein Durchschnittspreis von etwa 75.696 Dollar pro Coin. Beim aktuellen Bitcoin-Kurs von rund 74.000 Dollar liegt der Bestand damit im Minus.

Im vierten Quartal 2025 wies das Unternehmen einen Nettoverlust von 12,4 Milliarden Dollar aus, maßgeblich bedingt durch 17,4 Milliarden Dollar an nicht realisierten Bewertungsverlusten auf Bitcoin — eine direkte Folge der neuen FASB-Bilanzierungsregeln nach Marktwert.

Das erklärte Ziel bleibt dennoch 1 Million Bitcoin bis Ende 2026. Ob STRC als primäres Finanzierungsinstrument für dieses Tempo tragfähig ist, hängt entscheidend davon ab, ob das Instrument seinen Nennwert zurückgewinnt — und ob Bitcoin aus seiner aktuellen Schwächephase herausfindet.

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