Strategy setzt seine aggressive Bitcoin-Strategie unbeirrt fort und verzeichnete gerade den größten Zukauf des laufenden Jahres. Während der Aktienkurs positiv auf die massive Aufstockung der Bestände reagiert, rückt die Finanzierungsebene in den Fokus. Das Unternehmen ändert seine Taktik und greift zunehmend auf Vorzugsaktien zurück, was neue finanzielle Verpflichtungen mit sich bringt.

Taktikwechsel bei der Kapitalbeschaffung

In der vergangenen Woche sicherte sich das Softwareunternehmen weitere 22.337 Bitcoin und markierte damit die zwölfte Kaufwoche in Folge. Der Gesamtbestand wächst dadurch auf über 761.000 Einheiten an. Interessant ist dabei die veränderte Herangehensweise am Kapitalmarkt. Erstmals nutzte Strategy primär die Ausgabe von Vorzugsaktien der Serie STRC im Wert von 1,18 Milliarden US-Dollar, um die Akquisition zu stemmen. Verkäufe von Stammaktien fielen mit 396 Millionen US-Dollar deutlich geringer aus.

Dieser Schritt schont die Stammaktionäre vor einer direkten Verwässerung. Das Management senkt auf diese Weise die Kapitalkosten und zielt darauf ab, die Rendite pro Aktie in Bezug auf die gehaltenen Kryptowerte zu steigern.

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Wachsende Verpflichtungen

Die intensive Nutzung dieses Finanzierungsinstruments zeigt allerdings erste Nebenwirkungen. Die Vorzugsaktie notierte zuletzt mehrere Tage unter ihrem Nennwert von 100 US-Dollar, was auf einen zunehmenden Preisdruck am Markt hindeutet. Gleichzeitig steigen die laufenden Kosten für das Unternehmen rasant an. Die jährlichen Dividendenverpflichtungen für die ausstehenden Vorzugsaktien übersteigen mittlerweile die Marke von einer Milliarde US-Dollar.

Analysten reagieren auf diese strukturellen Veränderungen mit Anpassungen. Die Citigroup senkte ihr Kursziel für die Aktie von 325 auf 260 US-Dollar, behielt die grundsätzliche Kaufempfehlung aber bei. Kritische Marktbeobachter verweisen weiterhin auf die hohen Bewertungs-Multiplikatoren und den Nettoverlust, der durch die neuen Bilanzierungsregeln für digitale Vermögenswerte entsteht.

Technisches Kaufsignal

Investoren honorierten den jüngsten Rekordkauf umgehend. Mit dem gestrigen Schlusskurs von 122,60 Euro konnte der Titel die viel beachtete 50-Tage-Linie, die aktuell bei 122,20 Euro verläuft, knapp überwinden. Dieser technische Ausbruch signalisiert ein kurzfristiges Momentum zugunsten der Käufer.

Das Management hält strikt an dem Ziel fest, bis Ende 2026 eine Million Bitcoin in der Bilanz zu vereinen. Mit noch verfügbaren Mitteln von über 29 Milliarden US-Dollar aus den Vorzugsaktien-Programmen ist die finanzielle Basis für weitere Transaktionen in den kommenden Wochen gelegt. Die Herausforderung für Strategy besteht nun darin, das hohe Kauftempo aufrechtzuerhalten, ohne die Stabilität der eigenen Finanzierungsinstrumente zu gefährden.

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