Energiekontor Aktie: Baustart in Donstorf
Neues Projekt, neue Bauphase — und trotzdem steht die Aktie auf einem 52-Wochen-Tief. Energiekontor meldet den Financial Close für den Repowering-Windpark Donstorf in Niedersachsen und läutet damit die Bauvorbereitungsphase ein. Operativ läuft das Projektgeschäft auf Hochtouren. Die Zahlen spiegeln das bislang kaum wider.
Vier Vestas-Turbinen für den Eigenbestand
Der Windpark im niedersächsischen Eydelstedt wird aus vier Vestas-Turbinen mit je 7,2 Megawatt bestehen — zusammen knapp 29 Megawatt Gesamtleistung. Die erwartete Jahreserzeugung von rund 74 Gigawattstunden würde mehr als 22.000 Haushalte versorgen. Inbetriebnahme ist für 2028 geplant, danach soll der Park direkt in das eigene Portfolio überführt werden.
Donstorf ist dabei kein Einzelfall, sondern Teil einer umfassenden Eigenbestandsstrategie. Allein 2026 sollen drei weitere Wind- und Solarprojekte mit mehr als 120 Megawatt hinzukommen — darunter zwei Solarparks in Mecklenburg-Vorpommern mit rund 113 Megawattpeak sowie eine Windenergieanlage im Landkreis Verden. Für 2027 stehen weitere rund 85 Megawatt in der Pipeline. Inklusive Donstorf entwickelt das Unternehmen neun Projekte mit mehr als 230 Megawatt für den eigenen Bestand — das Eigenportfolio soll auf über 680 Megawatt anwachsen.
Gewinnlücke trübt das Bild
Das operative Momentum steht in einem deutlichen Kontrast zur Ertragslage. Das Ergebnis vor Steuern für 2025 dürfte nur bei 30 bis 40 Millionen Euro liegen — weniger als halb so viel wie die 70 bis 90 Millionen Euro, die das Management noch im Juli auf der Hauptversammlung in Aussicht gestellt hatte. Der Grund: Viele der 21 Projekte mit rund 640 Megawatt im Bau oder in der Bauvorbereitung gehen erst 2026 und überwiegend 2027 ans Netz. Die Erträge folgen der Bautätigkeit mit erheblicher Verzögerung.
Am 31. März legt Energiekontor den geprüften Geschäftsbericht 2025 vor. Er wird zeigen, ob die Projektverkäufe des vergangenen Jahres die Erwartungen erfüllt haben — und wie überzeugend das langfristige EBT-Ziel von 120 Millionen Euro bis 2028 noch kommuniziert werden kann. Am 13. Mai folgt die Q1-Zwischenmitteilung, am 27. Mai die Hauptversammlung. Parallel läuft ein laufendes Aktienrückkaufprogramm über maximal 80.000 Aktien mit einem Gesamtvolumen von bis zu 9,0 Millionen Euro — bislang wurden bereits über 39.000 Aktien zurückgekauft.
Die Aktie notiert heute auf dem 52-Wochen-Tief von 30,55 Euro und hat damit in den vergangenen zwölf Monaten knapp die Hälfte ihres Werts verloren. Der Geschäftsbericht Ende März wird zeigen, ob das Vertrauen in die Wachstumsstory wieder eine Grundlage bekommt.
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