Der Jahresbericht 2025 zeigt ein Unternehmen im Widerspruch: Enterprise boomt, das Massengeschäft bröckelt. Und der SDAX-Abstieg steht unmittelbar bevor.

Auf den ersten Blick lesen sich die Zahlen solide. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um fünf Prozent auf 767,5 Millionen Euro, die bereinigte EBITDA-Marge kletterte auf 44,3 Prozent. Das Enterprise-Segment legte kräftig um 19 Prozent zu und verbuchte dabei den größten Einzelabschluss der Unternehmensgeschichte. Das sind echte Erfolge.

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KMU-Erosion trübt das Bild

Allerdings erzählt der Bericht auch eine zweite Geschichte. Im Massenmarkt läuft es strukturell schlecht. Die Abwanderungsrate bei kleinen und mittleren Unternehmen erreichte im vierten Quartal 16,4 Prozent, die jährlichen wiederkehrenden Umsätze in diesem Segment gingen erneut um ein Prozent zurück. Auch die 1E-Übernahme vom Januar 2025 — gedacht als Einstieg in das Segment Digital Employee Experience — liefert bislang weniger als erhofft. Interne wie externe Probleme lassen erhebliche Zweifel an den ursprünglichen Erwartungen aufkommen.

Auf der Produktseite setzt TeamViewer auf die Integration von Tensor und Microsoft Intune: automatisierte Gerätesynchronisierung, erweiterter Fernzugriff für Windows, macOS und Android sowie compliance-konforme Remote-Sitzungen innerhalb bestehender Enterprise-Strukturen. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für die kommenden Wochen geplant — ein klares Signal, dass das Unternehmen im Enterprise-Bereich weiter Boden gutmachen will.

SDAX-Wechsel und schwacher Ausblick

Für 2026 plant das Management lediglich ein Umsatzwachstum zwischen null und drei Prozent — bei schrumpfender Marge und negativen Währungseffekten. Zugleich muss TeamViewer zum 23. März den MDAX verlassen und in den SDAX wechseln. Passive Indexfonds werden zu Umschichtungen gezwungen; die Abflüsse aus dem schwereren MDAX dürften die neuen SDAX-Käufe übersteigen. Geringeres Handelsvolumen im kleineren Index macht das Papier anfälliger für volatile Kursbewegungen — die Aktie notiert bereits rund 36 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

Am 6. Mai folgen die Q1-Zahlen als erster belastbarer Test des Jahres. Das erste Quartal wird durch größere Kundenverluste bei 1E belastet — entsprechend wird sich zeigen, ob das Enterprise-Wachstum stark genug ist, um die anhaltende KMU-Schwäche zumindest teilweise aufzufangen.

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