Strategy Aktie: Leerverkäufer unter Druck
Strategy ist zum meistleerverkauften Large-Cap-Titel der Wall Street geworden. Rund 14 Prozent der Marktkapitalisierung wurden leerverkauft – mehr als bei jedem anderen US-Unternehmen über 25 Milliarden Dollar Börsenwert. Vor einem Jahr tauchte die Aktie in dieser Statistik noch nicht einmal unter den Top 50 auf. Am Mittwoch bekamen die Bären die Konsequenzen zu spüren: Als Bitcoin um über 6 Prozent auf rund 68.000 Dollar kletterte, schoss die Aktie um knapp 9 Prozent nach oben.
Hebel in beide Richtungen
Der Mechanismus dahinter ist simpel, aber wirkungsvoll. Strategy hält 717.722 Bitcoin in der Bilanz, erworben für insgesamt 54,56 Milliarden Dollar zu einem Durchschnittspreis von 76.020 Dollar je Coin. Steigt der Bitcoin-Kurs, wächst der Marktwert dieser Bestände, während die Schulden des Unternehmens konstant bleiben. Das Eigenkapital reagiert überproportional – nach oben wie nach unten.
Genau diese Hebelwirkung macht die Aktie für Leerverkäufer interessant, aber auch gefährlich. Nach einem Kursrückgang von über 60 Prozent in den vergangenen sechs Monaten sitzen die Shorts auf papierenen Gewinnen. Doch bei einer Bitcoin-Rally wie am Mittwoch entsteht Deckungsdruck. Das vergleichsweise dünne Handelsvolumen der Aktie verstärkt Aufwärtsbewegungen zusätzlich.
Nicht alle Shorts sind Wetten gegen das Unternehmen
Nicht jede Leerverkaufsposition ist allerdings eine Wette auf fallende Kurse. Marktbeobachter gehen davon aus, dass ein erheblicher Teil der Short-Positionen auf Basis-Trades zurückgeht. Dabei kaufen Hedgefonds Bitcoin-Exposure über Produkte wie den iShares Bitcoin Trust und verkaufen gleichzeitig Strategy-Aktien leer. Ziel ist es, die Differenz zwischen dem Börsenwert der Aktie und dem Wert der gehaltenen Bitcoins auszunutzen – eine marktneutrale Strategie ohne direktionale Wette.
Handelshäuser wie Jane Street haben große Positionen sowohl in Bitcoin-ETFs als auch in Strategy-Aktien offengelegt. Das deutet auf genau solche Arbitrage-Ansätze hin.
7 Milliarden Dollar Buchverlust
Aktuell weist Strategy rund 7 Milliarden Dollar an unrealisierten Verlusten auf die Bitcoin-Bestände aus. Die Coins bleiben zwar in der Bilanz, doch die Differenz zwischen Anschaffungskosten und aktuellem Marktwert belastet die Stimmung. Anleger beobachten genau, wie sich das Verhältnis zwischen Vermögenswerten und ausstehenden Schulden entwickelt.
Anfang der Woche tätigte das Unternehmen seinen 100. Bitcoin-Kauf seit 2020. Für rund 39,8 Millionen Dollar wurden 592 BTC zu einem Durchschnittspreis von 67.286 Dollar erworben – finanziert durch den Verkauf eigener Aktien über ein laufendes Angebotsprogramm.
Bitcoin bestimmt die Richtung
Die extreme Short-Positionierung trifft auf eine sich erholende Kryptowährung. Ob die Rallye vom Mittwoch der Auftakt für eine nachhaltige Trendwende ist oder nur ein technischer Squeeze, hängt vor allem an Bitcoin. Solange die Basis-Trades stabil bleiben und keine massiven Auflösungen erfolgen, dürfte die Volatilität hoch bleiben. Strategy bleibt das Unternehmen mit dem größten bilanziellen Bitcoin-Hebel am Markt – für Bullen wie Bären gleichermaßen riskant.
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