In der aktuellen Episode der Wiener Börse Party analysiert Moderator Christian Drastil die vorläufigen Jahreszahlen des österreichischen Luftfahrtzulieferers FACC, der sich mit einem Kurssprung von über sieben Prozent als Tagesgewinner an der Wiener Börse positioniert.

Deutliche Verbesserung bei Umsatz und Profitabilität

Die FACC hat vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt, die an der Börse für Begeisterung sorgen. Der Umsatz stieg um 11,3 Prozent auf 984,4 Millionen Euro. Noch beeindruckender fällt die Entwicklung beim operativen Ergebnis aus: Das EBIT verbesserte sich um satte 49,4 Prozent auf 42,3 Millionen Euro.

Dieser Artikel ist eine Added Value Version zu den Key-Insights einer Podcastfolge von audio-cd.at, aufgewertet durch Archivbausteine. Die hier veröffentlichten Gedanken/Schlüsse sind weder als Empfehlung noch als ein Angebot oder eine Aufforderung zum An- oder Verkauf von Finanzinstrumenten zu verstehen und sollen auch nicht so verstanden werden. Der Handel mit Finanzprodukten unterliegt einem Risiko. Sie können Ihr eingesetztes Kapital verlieren.

Besonders hervorzuheben ist die Margenentwicklung, die im Podcast als „die wichtigste Zahl" bezeichnet wird. Die EBIT-Marge verbesserte sich von 3,2 auf 4,3 Prozent – ein deutliches Signal für die zunehmende Profitabilität des Unternehmens.

Prognosen erreicht und übertroffen

Das Unternehmen hat damit die eigenen Zielvorgaben erfüllt beziehungsweise übertroffen. Beim Umsatz wurde die Prognose erreicht, während bei der EBIT-Marge eine Spanne von 4 bis 5 Prozent angekündigt worden war – ein Ziel, das mit 4,3 Prozent solide erreicht wurde.

Die Aktie reagierte entsprechend positiv und legte um 7,3 Prozent zu, wodurch der Kurs über die Marke von 14 Euro kletterte. Damit führt FACC die Gewinnerliste an der Wiener Börse mit deutlichem Abstand an.

Ausblick: Die Milliarden-Marke rückt näher

Für das Geschäftsjahr 2026 zeigt sich das Management optimistisch. Erwartet wird eine weitere Umsatzsteigerung zwischen 5 und 15 Prozent. Bei einem aktuellen Umsatz von 984,4 Millionen Euro bedeutet dies, dass die symbolisch wichtige Milliarden-Marke in greifbare Nähe rückt.

Auch bei der Profitabilität soll es weiter aufwärts gehen. Mit fortschreitender Umsetzung der sogenannten Core-Maßnahmen – eines internen Optimierungsprojekts – wird mit Skaleneffekten eine weitere Verbesserung der EBIT-Marge erwartet.

Marktumfeld: ATX erholt sich nach Rekordverlust

Der positive FACC-Tag fällt in ein bewegtes Marktumfeld. Der ATX legte am Nachmittag um 0,9 Prozent auf rund 5.760 Punkte zu und erholte sich damit teilweise vom Vortag. Der gestrige Handelstag hatte es in sich: Mit einem Minus von 265 Punkten im ATX Total Return verzeichnete der Index den 23. größten Tagesverlust in Punkten seit Beginn der Indexgeschichte im Jahr 1991.

Neben FACC zeigten sich auch Do & Co. und die RBI mit jeweils 1,9 Prozent im Plus unter den stärkeren Werten. Der deutsche Leitindex DAX notierte ebenfalls freundlich und kletterte wieder über die Marke von 25.000 Punkten.

Fazit: Luftfahrtzulieferer auf Wachstumskurs

Die vorläufigen Zahlen der FACC unterstreichen die positive Entwicklung des Luftfahrtzulieferers. Die Kombination aus zweistelligem Umsatzwachstum, deutlich verbesserter Profitabilität und einem optimistischen Ausblick überzeugt die Anleger. Mit dem anvisierten Umsatzwachstum von bis zu 15 Prozent könnte 2026 das Jahr werden, in dem FACC erstmals die Milliarden-Euro-Marke beim Umsatz überschreitet – ein Meilenstein für das österreichische Unternehmen.