Strategy hat eine symbolische Marke erreicht: Zum 100. Mal seit dem Einstieg in den Kryptomarkt im Jahr 2020 kaufte das Unternehmen Bitcoin nach. Doch während Executive Chairman Michael Saylor den Ausbau der Bestände forciert, klafft eine wachsende Lücke zwischen Investition und Marktwert. Der Bitcoin-Kurs notiert aktuell deutlich unter den durchschnittlichen Einstiegskosten des Unternehmens, was die Frage aufwirft: Wie lange lässt sich diese aggressive Akkumulationsstrategie im aktuellen Marktumfeld durchhalten?

Buchverluste belasten die Bilanz

Trotz fallender Kurse erwarb Strategy in der vergangenen Woche weitere 592 Bitcoin für knapp 40 Millionen US-Dollar. Damit wächst der Gesamtbestand auf beeindruckende 717.722 Coins an. Die Kehrseite der Medaille zeigt sich jedoch beim Blick auf die Kostenbasis: Der durchschnittliche Kaufpreis liegt mittlerweile bei rund 76.000 US-Dollar je Bitcoin.

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Da die Kryptowährung derzeit nur im Bereich von 63.000 US-Dollar handelt, sitzt das Unternehmen auf einem unrealisierten Verlust von rund 7 Milliarden US-Dollar. Diese Diskrepanz drückt massiv auf die Bewertung. Während die Marktkapitalisierung von Strategy bei etwa 41,3 Milliarden US-Dollar liegt, ist der Bitcoin-Bestand in der Bilanz zwar mehr wert, die Differenz zum Enterprise Value wird jedoch durch Schulden und Verpflichtungen aus Vorzugsaktien aufgezehrt.

Aktie unter Verkaufsdruck

Die fundamentale Schieflage spiegelt sich deutlich im Aktienkurs wider. Das Papier notiert aktuell bei 107,50 Euro und hat damit seit dem 52-Wochen-Hoch fast drei Viertel seines Wertes eingebüßt. Die jüngsten Quartalszahlen bestätigten die Skepsis der Anleger: Für das vierte Quartal 2025 meldete Strategy einen Nettoverlust von über 12 Milliarden US-Dollar und verfehlte die Gewinnerwartungen deutlich.

Verantwortlich für den anhaltenden Druck sind nicht nur die Buchverluste, sondern auch die steigenden Kosten für die Kapitalbeschaffung. Strategy war 2025 der größte Emittent von Eigenkapital in den USA, um die Bitcoin-Käufe zu finanzieren. Dabei steigen die Kosten für diese Strategie: Die Dividendenrate für bestimmte Vorzugsaktien kletterte zuletzt auf 11,25 Prozent, was die finanzielle Flexibilität zunehmend einschränkt.

Blick nach vorn

Parallel zur aktuellen Kaufankündigung läuft in Las Vegas die hauseigene Konferenz "Strategy World 2026". In diesem Rahmen wird das Management versuchen müssen, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen. Angesichts der Diskrepanz zwischen Kaufpreis und Marktwert sowie der hohen Verschuldung bleibt die weitere Entwicklung eng an eine mögliche Erholung des Bitcoin-Kurses geknüpft.

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