Walldorf kommt nicht zur Ruhe. Zwar beendet der Softwarekonzern einen jahrelangen Rechtsstreit mit einer millionenschweren Zahlung, doch Berichte über enttäuschte Kunden an der strategisch wichtigen KI-Front trüben die Stimmung. Kann der Konzern das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen, während die Aktie in der Nähe ihres Jahrestiefs notiert?

480 Millionen Dollar für Teradata

Ein Schlussstrich unter eine juristische Altlast kostet SAP eine fast halbe Milliarde Dollar. Der Konzern einigte sich mit dem US-Softwareunternehmen Teradata auf einen Vergleich in Höhe von 480 Millionen US-Dollar. Damit endet ein seit 2018 schwelender Konflikt vor einem kalifornischen Bundesgericht.

Teradata hatte den Walldorfern vorgeworfen, Geschäftsgeheimnisse missbraucht und durch Koppelungsgeschäfte gegen das Kartellrecht verstoßen zu haben. Die Zahlung muss innerhalb von 60 Tagen geleistet werden. Zwar ist die Summe angesichts eines freien Cashflows von 8,24 Milliarden Euro im Jahr 2025 finanziell verkraftbar, sie wird das laufende Ergebnis jedoch spürbar belasten.

Kratzer am KI-Image

Während die juristische Baustelle geschlossen wird, öffnet sich womöglich eine strategische. Einem Bericht von Bloomberg zufolge äußern Investoren und Partner zunehmend Skepsis gegenüber der KI-Strategie des Konzerns. Insbesondere der KI-Assistent "Joule", der als zentrales Werkzeug zur Effizienzsteigerung in SAP-Systemen beworben wird, soll bei ersten Anwendern für Enttäuschung gesorgt haben.

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Diese Nachricht trifft einen Nerv. SAP hat "Business AI" zum zentralen Wachstumstreiber erklärt; im vierten Quartal 2025 war KI bereits in zwei Dritteln der Cloud-Aufträge enthalten. Sollten sich die Zweifel an der Leistungsfähigkeit der Produkte verfestigen, gerät die ambitionierte Prognose für 2026, die ein Cloud-Umsatzwachstum von bis zu 25 Prozent vorsieht, unter Rechtfertigungsdruck.

Die Nervosität der Anleger spiegelt sich im Kurs wider: Mit aktuell 167,78 Euro notiert das Papier nur knapp über dem gestern markierten 52-Wochen-Tief von 166,66 Euro. Seit Jahresbeginn hat der Titel fast 17 Prozent an Wert eingebüßt.

Aktienrückkäufe und Transparenz

Das Management steuert aktiv gegen den Kursverfall. Im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms erwarb SAP allein zwischen dem 16. und 20. Februar eigene Anteile im Wert von rund 317 Millionen Euro. Insgesamt flossen bereits erhebliche Mittel in die Marktpflege, um den Aktienkurs zu stützen.

Klarheit über die Gesamtsituation soll der morgige Tag bringen. Am 26. Februar veröffentlicht SAP den integrierten Geschäftsbericht für 2025. Anleger werden hier genau prüfen, wie das Management die Balance zwischen den Kosten des Vergleichs, den Investitionen in KI und der tatsächlichen Marktakzeptanz der neuen Technologien moderiert.

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