Oracle hat am Mittwoch rund 4 Prozent zugelegt, nachdem die Investmentbank Oppenheimer die Aktie auf "Outperform" hochgestuft und ein Kursziel von 185 US-Dollar ausgegeben hat. Die Bewertung kommt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt: Der Cloud-Konzern hat seit Jahresbeginn etwa ein Viertel seines Börsenwerts verloren – trotz starker operativer Zahlen.

Bewertung mehr als halbiert

Analyst Brian Schwartz räumt ein, dass sein Upgrade verfrüht sein könnte. Doch die Bewertungskennzahlen hätten sich seit September mehr als halbiert, argumentiert er. Als Kurstreiber nennt Schwartz das projizierte Gewinnwachstum, reduzierte Finanzierungsrisiken und eine vergleichsweise geringe Anfälligkeit für KI-bedingte Disruption. Zudem sei die Aktie bei institutionellen Investoren unterrepräsentiert.

In seinem Basisszenario erwartet der Oppenheimer-Analyst eine Verdopplung des Gewinns je Aktie bis zum Geschäftsjahr 2030. Im optimistischen Fall könnte sich das EPS sogar verdreifachen.

Warum die Aktie unter Druck steht

Der jüngste Kursrutsch hat mehrere Ursachen. Am 1. Februar kündigte Oracle an, 2026 zwischen 45 und 50 Milliarden US-Dollar über Anleihen und Aktienemissionen aufnehmen zu wollen. Das Kapital ist für den Ausbau der Cloud-Infrastruktur vorgesehen, um vertragliche Zusagen gegenüber AMD, Meta, Nvidia, OpenAI, TikTok und xAI zu erfüllen.

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Die schiere Größenordnung der Kapitalaufnahme hat Investoren nervös gemacht. Hinzu kommen mehrere Wertpapierklagen im Zusammenhang mit Oracles KI-Investitionen und der Stargate-Initiative. Auch Insider-Verkäufe durch hochrangige Manager im Januar und Februar haben die Stimmung belastet.

Starke Fundamentaldaten

Dabei zeigen die operativen Zahlen ein anderes Bild. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 steigerte Oracle den Umsatz um 14 Prozent auf 16,1 Milliarden US-Dollar. Das Cloud-Geschäft legte um 34 Prozent auf 8,0 Milliarden zu, die Cloud-Infrastruktur sogar um 68 Prozent auf 4,1 Milliarden. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte um 54 Prozent auf 2,26 US-Dollar und übertraf die Erwartungen.

Besonders auffällig: Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (Remaining Performance Obligations) explodierten um 438 Prozent auf 523 Milliarden US-Dollar – ein Zeichen für massive künftige Umsätze aus bereits abgeschlossenen Verträgen.

Quartalszahlen im März entscheidend

Am 9. März folgen die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 1,56 US-Dollar. Die Zahlen dürften zeigen, ob sich die milliardenschweren Investitionen in KI-Infrastruktur in nachhaltigem Umsatzwachstum niederschlagen. Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt bei rund 287 US-Dollar – mehr als doppelt so hoch wie der aktuelle Kurs von 125,26 Euro.

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