Strategy Aktie: Amerikas meistgeshortet
Strategy Inc. (ehemals MicroStrategy) steht unter massivem Druck: Während das Unternehmen gerade seinen 100. Bitcoin-Kauf verkündete, führt es laut Goldman Sachs nun die Liste der am stärksten leerverkauften US-Aktien an. Die unrealisierten Verluste aus dem Bitcoin-Bestand summieren sich mittlerweile auf rund 8,2 Milliarden Dollar – Tendenz steigend.
Meilenstein mit Beigeschmack
In einer SEC-Mitteilung vom 23. Februar gab Strategy bekannt, 592 Bitcoins für etwa 39,8 Millionen Dollar erworben zu haben. Finanziert wurde der Kauf vollständig durch den Verkauf von knapp 298.000 eigenen Aktien. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 67.286 Dollar pro Bitcoin – deutlich über dem aktuellen Marktpreis von rund 64.600 Dollar.
Damit hält Strategy nun 717.722 Bitcoins, die zu einem durchschnittlichen Preis von 76.020 Dollar erworben wurden. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 54,56 Milliarden Dollar. Executive Chairman Michael Saylor bezeichnete den Kauf als 100. Bitcoin-Transaktion seit Beginn der Strategie im August 2020.
Verluste weiten sich aus
Die Rechnung geht nicht auf: Bei einem Bitcoin-Preis von etwa 64.600 Dollar liegen die Verluste inzwischen bei geschätzten 8,2 Milliarden Dollar – ein deutlicher Anstieg gegenüber 6,1 Milliarden Dollar eine Woche zuvor und 4,2 Milliarden Anfang Februar. Die Aktie verlor am Montag weitere 5,6 Prozent und befindet sich in der fünften Verlustwoche in Folge. Insgesamt büßte der Titel in diesem Zeitraum bereits 24,6 Prozent ein.
Hedgefonds wittern Schwäche
Laut Goldman Sachs belegt Strategy mittlerweile Platz eins unter den meistgeshorteten Large-Cap-Aktien in den USA, gemessen am Short Interest im Verhältnis zur Marktkapitalisierung. Vor einem Jahr fand sich das Unternehmen nicht einmal unter den Top 50. Mehrere institutionelle Investoren haben ihre Positionen reduziert oder vollständig aufgelöst, darunter Angeles Wealth Management und Wealth Watch Advisors.
Fundstrat-Analyst Tom Lee warnte jedoch vor einem möglichen Short Squeeze: Wenn eine Short-Position zum Konsens werde, seien negative Nachrichten oft bereits eingepreist – was Raum für heftige Gegenbewegungen schaffe.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der angespannten Lage empfehlen 14 von 16 Analysten die Aktie weiterhin zum Kauf. Allerdings wurden die Kursziele in den vergangenen Wochen deutlich gesenkt: Mizuho reduzierte sein Ziel auf 320 Dollar, BTIG von 630 auf 250 Dollar und Canaccord Genuity von 474 auf 185 Dollar.
Verwässerung als Risikofaktor
Die kontinuierliche Ausgabe neuer Aktien zur Finanzierung weiterer Bitcoin-Käufe bleibt ein Kernproblem. Strategy nutzt kein operatives Cashflow für die Transaktionen, sondern verwässert fortlaufend die Altaktionäre. Zudem verfügt das Unternehmen über erhebliche Kapazitäten bei mehreren Vorzugsaktien-Programmen, die zusätzliche Mittelaufnahmen ermöglichen.
Die Entwicklung bleibt volatil. Entscheidend wird, ob Bitcoin in den kommenden Wochen deutlich zulegt – oder ob die wachsende Zahl von Short-Sellern recht behält.
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