Siemens Healthineers Aktie: Tierschutz-Vorwürfe
Siemens Healthineers steht am Pranger. Auf der jüngsten Hauptversammlung konfrontierten Tierschutzorganisationen den Medizintechnikkonzern mit massiven Vorwürfen: Die Nutzung von Kaninchen-Antikörpern für diagnostische Tests sei nicht mehr zeitgemäß. Die NGOs fordern einen verbindlichen Ausstiegsplan – doch das Management blockt ab.
Kritische Aktionäre erhöhen den Druck
Der Verein „Ärzte gegen Tierversuche" und der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre nutzten das Aktionärstreffen für eine offensive Attacke. Ihre Forderung: Siemens Healthineers soll die Geschäftsbeziehungen zu einem bayerischen Zulieferer sofort beenden. Verdeckte Recherchen aus September 2025 hätten bedenkliche Bedingungen für Tausende Tiere dokumentiert, die dort für die Antikörperproduktion gehalten werden.
Die Alternative liege längst auf dem Tisch. Tierversuchsfreie Methoden in der medizinischen Diagnostik seien verfügbar und einsatzbereit. Der Konzern müsse nur den Wechsel vollziehen.
Das Management wies die Vorwürfe zurück. Eine interne Überprüfung des betroffenen Betriebs habe keine wesentlichen Abweichungen von den Vorgaben ergeben. Die Lieferantenbeziehung werde fortgeführt. Diese Haltung sorgt bei den kritischen Aktionären für massives Unverständnis und wirft Fragen zur Wirksamkeit der Kontrollmechanismen entlang der Lieferkette auf.
Diagnostik-Sparte unter Druck
Die ethische Debatte trifft den Konzern in einer ohnehin angespannten Phase. Die Diagnostik-Sparte schwächelt seit Monaten. Besonders der chinesische Markt belastet die Umsatzentwicklung erheblich. Die dortige Umstellung auf eine zentralisierte, volumenbasierte Beschaffung drückt die Erstattungsbeträge nach unten und setzt die Margen massiv unter Druck.
Während die Bereiche Bildgebung und Precision Therapy robustes Wachstum verzeichnen, zieht das Diagnostikgeschäft die Gesamtbilanz spürbar nach unten. Aktionärsvertreter fordern zunehmend Klarheit: Wie geht es mit diesem Segment weiter? Im Raum steht weiterhin eine mögliche Abspaltung der margenschwächeren Sparte, um Bewertungslücken am Kapitalmarkt zu schließen.
Die neue Strategie „Elevating Health Globally" soll den Konzern unabhängiger von schwankungsanfälligen Basissegmenten machen. Der Fokus liegt auf digitalen Gesundheitslösungen, Künstlicher Intelligenz und Präzisionstherapien. Doch solange die Situation in der Labordiagnostik ungeklärt bleibt, dürfte das Vertrauen der Investoren auf der Probe stehen. Die Aktie hat auf Jahressicht bereits deutlich an Wert verloren und notiert bei 41,73 Euro.
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