Johnson & Johnson hat einen Zulassungsantrag für ein Medikament gegen eine seltene Blutkrankheit bei der US-Gesundheitsbehörde FDA eingereicht. Gleichzeitig muss sich der Pharmakonzern gegen Vorwürfe eines Wettbewerbers verteidigen – es geht um angeblich irreführende Werbung für ein Krebsmedikament.

Hoffnung für Patienten mit seltener Blutkrankheit

Am 24. Februar 2026 reichte Johnson & Johnson bei der FDA einen Ergänzungsantrag für IMAAVY (Nipocalimab-aahu) ein. Das Medikament soll die erste zugelassene Therapie für warme Autoimmunhämolytische Anämie (wAIHA) werden. Die seltene Erkrankung betrifft etwa 1 von 8.000 Menschen in den USA und erhöht das Sterberisiko um 20 bis 30 Prozent. Bislang fehlen zugelassene Behandlungen – Ärzte greifen meist auf nicht zugelassene Kortikosteroide oder Immunsuppressiva zurück.

Der Antrag stützt sich auf Daten der Phase-2/3-Studie ENERGY. Patienten unter IMAAVY erreichten anhaltende Hämoglobin-Werte von mindestens 10 g/dL mit einem Anstieg von mindestens 2 g/dL über 28 Tage oder länger. Das Medikament blockiert den neonatalen Fc-Rezeptor und reduziert so zirkulierende IgG-Autoantikörper. Bereits im April 2025 erhielt IMAAVY die Zulassung für Myasthenia gravis.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Johnson & Johnson?

Rechtsstreit um Krebsmedikament

Parallel zu den klinischen Fortschritten gerät Johnson & Johnson unter rechtlichen Druck. Am 23. Februar 2026 verklagte Bayer den Konzern und seine Tochter Janssen Biotech vor einem Bundesgericht in Manhattan. Der Vorwurf: irreführende Werbung für das Prostatakrebs-Medikament Erleada.

Bayer wirft Johnson & Johnson vor, fehlerhafte retrospektive Real-World-Daten genutzt zu haben, um zu behaupten, Erleada reduziere das Sterberisiko um 51 Prozent im Vergleich zu Bayers Nubeqa. Die Klage bemängelt methodische Schwächen: Die Erleada-Patientengruppe sei fünfmal größer gewesen als die Nubeqa-Kohorte, zudem hätten viele Nubeqa-Patienten das Medikament außerhalb zugelassener Indikationen erhalten. Johnson & Johnson verteidigte seine Analyse und verwies auf strenge Standards für Real-World-Evidenz. Nubeqa erzielte 2025 einen Umsatz von über 1,8 Milliarden Dollar.

Partnerschaft für Leukämie-Therapie

Zur Stärkung der Onkologie-Pipeline schloss Johnson & Johnson am 23. Februar 2026 eine Finanzierungsvereinbarung mit Blackstone Life Sciences. Die Partnerschaft konzentriert sich auf klinische Studien der Phasen 1 bis 3 für Bleximenib, einen oralen Menin-Inhibitor zur Behandlung akuter myeloischer Leukämie. Blackstone Life Sciences verwaltet ein Vermögen von 15 Milliarden Dollar.

Die Aktie erreichte am 25. Februar 2026 ein neues 52-Wochen-Hoch von 247,25 Dollar. Am 10. März 2026 erhalten Aktionäre eine Quartalsdividende von 1,30 Dollar je Aktie.

Johnson & Johnson-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Johnson & Johnson-Analyse vom 25. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Johnson & Johnson-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Johnson & Johnson-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Johnson & Johnson: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...