Siemens Healthineers Aktie: Kritik wächst
Siemens Healthineers steht unter Beschuss. Tierschutzorganisationen fordern vehement den Ausstieg aus der Gewinnung von Antikörpern aus Kaninchenblut und konfrontierten den Vorstand auf der jüngsten Hauptversammlung massiv. Doch die ethische Debatte ist nicht die einzige Baustelle: Während ESG-Themen an Bedeutung gewinnen, kämpft der Konzern gleichzeitig mit einer schwächelnden Diagnostik-Sparte und einem komplexen Marktumfeld.
Im Zentrum der Kritik steht die Zusammenarbeit mit Zulieferern, bei denen verdeckte Recherchen im September 2025 Missstände in der Tierhaltung dokumentiert haben sollen. Der Verein „Ärzte gegen Tierversuche“ verlangt einen verbindlichen Ausstiegsplan und verweist auf verfügbare, tierversuchsfreie Alternativen. Das Management wies die Forderung nach einem Abbruch der Geschäftsbeziehungen zurück und betonte, eine eigene Überprüfung habe keine wesentlichen Abweichungen ergeben – eine Haltung, die bei den Kritikern und dem Dachverband der Kritischen Aktionäre auf Unverständnis stößt.
Strategischer Umbau im Fokus
Diese Kontroverse trifft das Unternehmen in einer ohnehin angespannten Phase. Der Aktienkurs spiegelt die Unsicherheit wider: Auf Jahressicht verlor das Papier rund 22 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 42,15 Euro. Zwar zeigten die Segmente Imaging und Precision Therapy im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 robustes Wachstum, doch das Diagnostikgeschäft belastet die Bilanz weiterhin spürbar. Insbesondere der chinesische Markt erweist sich hier als Bremse für die Umsatzentwicklung.
Um die Profitabilität zu steigern, treibt der Vorstand die neue Strategiephase „Elevating Health Globally“ voran. Investoren blicken dabei gespannt auf die mögliche Abspaltung der margenschwächeren Diagnostiksparte, die schon länger im Raum steht, um die Bewertungslücke zu schließen. Parallel dazu sorgt die Diskussion um eine Reduzierung der Mehrheitsbeteiligung durch den Mutterkonzern Siemens AG für anhaltende Spekulationen am Markt, was die strategische Flexibilität erhöhen soll.
Für Anleger bleibt die Gemengelage herausfordernd. Während die ethischen Vorwürfe vor allem ein Reputationsrisiko darstellen, liegt der finanzielle Hebel eindeutig in der erfolgreichen Restrukturierung des Diagnostikgeschäfts. Gelingt hier die operative Wende oder die Abspaltung, könnte sich der Kurs nachhaltig vom erst kürzlich markierten 52-Wochen-Tief bei 40,30 Euro lösen.
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