Siemens AG macht ernst mit der Abnabelung ihrer Medizintechnik-Tochter. Während der Zeitplan für die geplante Entkonsolidierung konkreter wird, liefert Siemens Healthineers selbst solide Rahmenbedingungen. Trotz gemischter Signale zum Jahresstart bestätigt das Management die Prognose – ein wichtiges Signal für Anleger in einer Übergangsphase.

Der Fahrplan zur Unabhängigkeit

Auf der Hauptversammlung der Muttergesellschaft gestern konkretisierte CEO Roland Busch die Pläne für die Zukunft der Healthineers. Ziel ist eine Direktabspaltung von 30 Prozent der Anteile an die Siemens-Aktionäre. Dieser strategische Schritt soll die Beteiligung unter die Kontrollmehrheit drücken und der Medizintechniksparte mehr unternehmerischen Spielraum verschaffen. Der Prozess ist komplex: Ein Abschluss wird möglicherweise erst im Jahr 2027 erwartet.

Licht und Schatten im operativen Geschäft

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Operativ zeigt sich zum Start des Geschäftsjahres 2026 ein zweigeteiltes Bild. Die Sparten Imaging und Krebstherapie (Precision Therapy) verzeichneten im ersten Quartal Wachstum. Demgegenüber stand ein Umsatzrückgang im Diagnostikgeschäft, belastet durch das herausfordernde Marktumfeld in China. Trotz Währungseffekten und Zöllen gelang es dem Unternehmen jedoch, die bereinigte EBIT-Marge auf dem Niveau des Vorjahres zu stabilisieren.

Die wichtigsten Eckdaten:

  • Strategie: Siemens AG plant Reduzierung der Mehrheitsbeteiligung durch Spin-off an eigene Aktionäre.
  • Ausblick 2026: Das Management bestätigt ein vergleichbares Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent.
  • Ertragskraft: Das bereinigte Ergebnis je Aktie wird weiterhin in der Spanne von 2,20 bis 2,40 Euro erwartet.
  • Ausschüttung: Die Dividende für 2025 wurde auf 1,00 Euro je Aktie angehoben.

Die Bestätigung der Jahresziele sorgt vorerst für Stabilität, doch der Fokus der Marktteilnehmer verschiebt sich bereits auf das kommende Quartal. Im April werden nicht nur neue operative Kennzahlen erwartet, sondern vor allem die angekündigten Details zur komplexen Entflechtung von der Muttergesellschaft. Diese konkreten Ausführungspläne dürften die Bewertung der Aktie in den kommenden Monaten maßgeblich beeinflussen.

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