BioNTech Aktie: Offensive gegen Moderna
Während sich Anleger den 10. März für die Bilanzvorlage rot im Kalender markieren, eröffnet das Mainzer Biotech-Unternehmen juristisch eine neue Front. BioNTech hat eine Patentklage gegen den US-Rivalen Moderna eingereicht. Dabei geht es nicht nur um Prinzipien, sondern um die technologische Hoheit und Marktanteile im weiterhin wichtigen mRNA-Geschäft.
Neuer Streit um Impfstoff-Technologie
Der juristische Schlagabtausch zwischen den beiden Impfstoff-Pionieren geht in die nächste Runde. Am 19. Februar reichte BioNTech beim Bundesgericht in Delaware Klage ein. Der Vorwurf: Modernas Covid-19-Impfstoff der nächsten Generation, mNEXSPIKE, verletze Patente der Mainzer. Konkret geht es um ein Design für mRNA-basierte Impfstoffe, das eine Verabreichung in geringeren Dosen ermöglicht – eine Technologie, die BioNTech im Zuge der Entwicklung von Comirnaty gemeinsam mit Pfizer vorangetrieben hat.
Für Moderna steht dabei viel auf dem Spiel. Der betroffene Impfstoff mNEXSPIKE soll in der Saison 2025/2026 für rund 55 Prozent der Covid-Umsätze des US-Konzerns verantwortlich sein. Ein Moderna-Sprecher kündigte bereits an, dass sich das Unternehmen gegen die Vorwürfe verteidigen werde. Dieser Schritt ist auch eine Reaktion auf frühere Streitigkeiten, da Moderna bereits 2022 rechtliche Schritte gegen BioNTech und Pfizer eingeleitet hatte.
Volle Kassen vor den Zahlen
Abseits des Gerichtssaals richtet sich der Blick auf die fundamentale Entwicklung. Am 10. März 2026 wird BioNTech die Bücher für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 öffnen. Die Ausgangslage ist komfortabel: Zum Jahresende 2025 saß das Unternehmen auf einem Polster aus Zahlungsmitteln und Wertpapieranlagen von rund 17,2 Milliarden Euro.
Auch operativ lief es zuletzt besser als ursprünglich gedacht. Die Umsatzprognose für 2025 wurde auf eine Spanne von 2,6 bis 2,8 Milliarden Euro angehoben. Diese prall gefüllte Kriegskasse ist entscheidend, um den teuren Umbau des Konzerns zu finanzieren.
Wandel zum Krebs-Spezialisten
Das strategische Hauptaugenmerk liegt längst auf der Onkologie. Das Unternehmen plant, bis Ende 2026 insgesamt 15 Phase-3-Studien am Laufen zu haben. Bereits in diesem Jahr werden Daten aus sieben Studien in fortgeschrittenen Stadien erwartet. Aktuell befinden sich über 25 Programme in der Phase 2 oder 3, darunter vielversprechende Kandidaten gegen Lungen- und Brustkrebs.
Analysten bewerten diesen Wandel unterschiedlich. Während Goldman Sachs die Aktie im Januar hochstufte, zeigte sich Leerink Partners im Februar skeptischer und senkte das Votum nach der jüngsten Kurserholung. Aktuell notiert das Papier bei knapp 94 Euro und sucht nach einer klaren Richtung, nachdem es auf Jahressicht rund 11 Prozent an Wert eingebüßt hat.
Der 10. März wird für Anleger zum entscheidenden Datum. Dann muss das Management nicht nur solide Finanzdaten liefern, sondern vor allem konkrete Fortschritte in der gut gefüllten Krebs-Pipeline nachweisen, um die aktuelle Bewertung nachhaltig zu rechtfertigen.
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