Wikifolio-Manager Daniel Hahn über Börsentage, Top-Trader und die Alpha-Revolution
In der aktuellen Episode von „Börsepeople im Podcast S23/19" spricht Host Christian Drastil mit Daniel Hahn, Key Account Manager bei Wikifolio, über die Dynamik der Social-Trading-Plattform, die wachsende Bedeutung physischer Börsenevents und die Erfolgsgeschichten der Top-Trader.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seit dem Meilenstein von 100 Millionen Euro investiertem Kapital beim Wiener Trader Richard Dobetsberger Ende 2024 hat sich das Volumen auf über 200 Millionen Euro verdoppelt. Für Daniel Hahn, der seit November 2024 bei Wikifolio die Betreuung des gesamten Partner-Ökosystems und der Top-Trader verantwortet, ist diese Entwicklung Ausdruck einer erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Plattform und Investoren.
Vom Hochsicherheitstresor zum digitalen Trading
Der Weg zu Wikifolio führte Daniel Hahn über zwei ungewöhnliche Stationen. Vor seinem Wechsel zur Social-Trading-Plattform war er bei Studytube tätig, einem Ed-Tech-Scale-Up aus Amsterdam, wo er im B2B-Software-Vertrieb arbeitete – größtenteils remote von Wien aus. Davor sammelte er Erfahrungen in einem deutlich physischeren Umfeld: der Schatzkammer Wien im 17. Bezirk.
Diese ehemalige Erste Bank Filiale wurde zu einem Hochsicherheitstresor umfunktioniert, in dem Privat- und Firmenkunden ihre Wertgegenstände einlagern konnten. Von Gold und Silber über Bargeld bis hin zu immateriellen Schätzen wie Tagebüchern und persönlichen Erinnerungen – die Bandbreite war groß. Ergänzend betrieb das Unternehmen ein Online-Gold-Depot, eine Kombination aus physischem und digitalem Produkt.
Die Renaissance der Börsenmessen
Als Key Account Manager bei Wikifolio betreut Hahn nicht nur institutionelle Trader, Medienunternehmen und Vermögensverwalter, sondern auch das gesamte Partner-Netzwerk aus Emittenten und Brokern. Lang & Schwarz etwa fungiert als Emittent der Wikifolio-Zertifikate aus Düsseldorf, die an der Börse Stuttgart gelistet sind und vollständig besichert werden.
Ein wesentlicher Teil seiner Arbeit sind die zahlreichen Börsentage im deutschsprachigen Raum. Vom kürzlich absolvierten Börsentag Frankfurt über den Anlegertag München bis zur Invest in Stuttgart – dem laut Hahn größten Finanzevent der DACH-Region – ist das Wikifolio-Team präsent. Die Anreise nach Frankfurt gestaltete sich diesmal abenteuerlich: Starker Schneefall führte zur Sperrung des Wiener Flughafens und zur Annullierung zweier Flüge, sodass das Team kurzfristig per Mietauto anreisen musste.
„Das Interesse der Menschen an der Börse ist ungebrochen groß und die Menschen wollen sich auch physisch darüber informieren", berichtet Hahn. Die Post-Corona-Ära zeige deutlich, dass Anleger wieder persönlich zu Events kommen, Vorträge live verfolgen und das direkte Gespräch suchen möchten.
Wien als Heimspiel am 14. März
Am 14. März 2025 steht der Börsentag Wien im Austria Center an – bereits die zehnte Veranstaltung in der österreichischen Hauptstadt. Für Wikifolio ist dies ein Heimspiel mit entsprechend kurzen Wegen: Der mobile Messestand kann in 20 bis 30 Minuten aufgebaut werden, ohne die logistischen Herausforderungen weiter Anreisen.
Als Highlight wird erneut Top-Trader Richard Dobetsberger vor Ort sein und seine Strategie vorstellen. Die Fragen der Besucher reichen dabei von grundlegenden Einstiegsfragen über das Wikifolio-Konzept bis hin zu hochspezialisierten Detailfragen zur Ausführungslogik oder Gebührenstruktur. Unterstützung erhält das Team dabei von Lang & Schwarz, dem Market-Maker der Plattform.
Neue Funktionen: Alpha für alle
Auf der technischen Seite hat Wikifolio die Homepage designtechnisch überarbeitet und eine neue Funktion namens „Alpha für alle" eingeführt. Dieses wissenschaftliche Modell ermöglicht es Nutzern, explizit nach Alpha und Beta zu suchen – also nach echter marktunabhängiger Outperformance.
„Es ist so schwer, einfach unterschiedliche Investmentstrategien miteinander zu vergleichen. Risiko und Rendite alleine reichen oft nicht aus", erklärt Hahn den Ansatz. Mit der Alpha-Beta-Analyse werde sichtbar, wer tatsächlich nachhaltige Überrenditen erwirtschaftet, die über die allgemeine Marktentwicklung hinausgehen.
Die Plattform hat sich zudem zu einer Art Medien-Homepage entwickelt: Trader liefern kontinuierlich Content zu aktuellen Aktien und wirtschaftlichen Entwicklungen. Die Nutzer interessiert nicht nur, was ein Trader handelt, sondern warum – inklusive Diskussionen zwischen Top-Tradern mit durchaus unterschiedlichen Meinungen.
Auszeichnung für den Trader des Jahres 2025
Im Rahmen des Podcast-Gesprächs wurde auch die Vergabe des Number One Awards für den Wikifolio Trader des Jahres thematisiert. Das Ranking basiert auf verschiedenen Bausteinen wie Volumen, Performance, Interaktion und Postings. Während Richard Dobetsberger diese Auszeichnung für 2024 erhielt, geht der Award für 2025 an Falko Höhnsdorf aus Deutschland.
Ergänzend zu den Messeauftritten bietet Wikifolio regelmäßige Webinare an. Die kommenden Termine umfassen Veranstaltungen mit Florian Riediger am 24. März, Michael Bickelmaier im Anschluss sowie Richard Dobetsberger am 2. Juni vor der Sommerpause.
Faszination Trader-Entwicklung
Auf die Frage nach seiner Motivation gibt Hahn einen persönlichen Einblick: „Was mir extrem viel Spaß macht, ist zu sehen, wie sich die Trader weiterentwickeln." Einige Trader habe er kennengelernt, als sie noch unter einer Million Euro an investiertem Kapital standen. Die Entwicklung innerhalb von eineinhalb Jahren sei beeindruckend.
Der Standort in der Wiener Berggasse – historisch bekannt durch Sigmund Freud – biete zudem praktische Vorteile: gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und eine Auswahl an Restaurants für die Mittagspause.
Die Kernbotschaft des Gesprächs: Social Trading erlebt eine dynamische Phase mit wachsendem Anlegerinteresse, steigenden Volumina bei Top-Tradern und einer zunehmenden Professionalisierung der Plattform. Für Interessierte bieten die kommenden Börsentage in Wien, München und Stuttgart Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit dem Wikifolio-Team.








