Siemens macht beim geplanten Rückzug aus der Mehrheitsbeteiligung an Siemens Healthineers ernst – und räumt zugleich ein Gerücht aus dem Weg. Auf der Siemens-Hauptversammlung gestern stellte Finanzchef Ralf Thomas klar: In den vergangenen Wochen habe der Konzern keine Healthineers-Aktien verkauft. Doch wie konkret wird der Zeitplan für die Dekonsolidierung jetzt?

  • Siemens hält derzeit rund 67% an Siemens Healthineers
  • Geplant ist die Übertragung von 30% der Healthineers-Aktien an Siemens-Aktionäre
  • Details zur Struktur und zum Zeitplan sollen Anfang Q2 2026 folgen

Siemens weist Verkaufsgerüchte zurück

Auslöser der Klarstellung waren Aktionärsfragen zum jüngsten Kursrückgang der Healthineers-Aktie. Im Raum stand die Spekulation, ob mögliche weitere Anteilsplatzierungen den Kurs belastet haben könnten. Ralf Thomas verneinte das auf der Siemens-Hauptversammlung: In den vergangenen Wochen habe Siemens keine Healthineers-Anteile veräußert.

Gleichzeitig bekräftigte CEO Roland Busch das strategische Ziel, die Mehrheitsbeteiligung abzugeben. Kernpunkt bleibt die geplante direkte Übertragung von 30% der Healthineers-Aktien an die Siemens-Aktionäre.

Details sollen Anfang Q2 folgen

Siemens will den Anteil von rund 67% auf eine Minderheitsbeteiligung reduzieren. Laut Busch arbeitet der Konzern „intensiv“ an den Details der Transaktion. Weitere Angaben zur konkreten Ausgestaltung und zum Zeitplan stellte er für Anfang des zweiten Quartals in Aussicht.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Siemens Healthineers?

Bei der finalen Struktur sollen laut Siemens mehrere Faktoren eine Rolle spielen, darunter steuerliche Auswirkungen und finanzielle Aspekte.

Zahlen: Solider Start, Diagnostik bremst

Die aktuelle Diskussion trifft auf ein operativ gemischtes Bild nach den Q1-Zahlen von Siemens Healthineers (veröffentlicht am 5. Februar). Der Konzern meldete 3,8% vergleichbares Umsatzwachstum bei einer bereinigten EBIT-Marge von 15,0%. Im Imaging-Segment lag das Wachstum bei 5,7%, während die Diagnostik-Sparte 3,1% Rückgang auswies – begründet mit strukturellen Marktveränderungen in China.

Den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 bestätigte das Unternehmen: erwartet werden 5 bis 6% vergleichbares Umsatzwachstum sowie ein bereinigter Gewinn je Aktie von 2,20 bis 2,40 Euro. Zusätzlich bezifferte CFO Jochen Schmitz die Belastung durch US-Zölle auf rund 0,15 Euro je Aktie für das Gesamtjahr und nannte sie eine „vorübergehende“ Margenbelastung, die binnen drei Jahren kompensiert werden soll.

Im Blick bleibt nun der nächste Meilenstein: Anfang Q2 2026 will Siemens mehr zur Struktur und zum Zeitplan der geplanten Anteilsübertragung sagen – und damit auch, wie schnell die Dekonsolidierung praktisch umgesetzt werden kann.

Siemens Healthineers-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Healthineers-Analyse vom 13. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Siemens Healthineers-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Healthineers-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Siemens Healthineers: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...