Die geplante Abspaltung der Diagnostiksparte und anstehende Anteilsverkäufe durch den Mutterkonzern sorgen derzeit für spürbare Unruhe bei Anlegern. Doch genau in dieser Gemengelage verorten Experten eine attraktive Gelegenheit. Bietet die aktuelle Bewertung durch den strategischen Umbau den idealen Einstiegszeitpunkt?

Analysten sehen Potenzial

Die kanadische Bank RBC Capital Markets hält unbeirrt an ihrer positiven Einschätzung fest. Analystin Natalia Webster bestätigte das Rating „Outperform“ und sieht das Kursziel weiterhin bei 55 Euro. Ihre Analyse deutet darauf hin, dass der Markt die fundamentale Stärke des Unternehmens unterschätzt. Während die profitablen Sparten Bildgebung und Präzisionsmedizin ein solides Fundament bilden, überlagert die Unsicherheit bezüglich der Konzernstruktur derzeit den wahren Wert der Aktie.

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Strategische Neuaufstellung im Fokus

Im Zentrum der Debatte steht die Verselbstständigung des Diagnostikgeschäfts. Dieser Bereich, dessen Wert auf über sechs Milliarden Euro geschätzt wird, gilt als Bremse für die Margenentwicklung des Gesamtkonzerns. Das Management plant, diesem Segment mehr Eigenständigkeit zu geben, um für den verbleibenden Restkonzern ein Umsatzwachstum von sechs bis neun Prozent zu realisieren.

Zusätzlicher Druck entsteht durch die Pläne der Siemens AG. Der Mutterkonzern beabsichtigt, seine Beteiligung zu reduzieren, wobei etwa 30 Prozent der Anteile direkt an die Siemens-Aktionäre weitergereicht werden könnten. Dieser drohende Überhang an Aktien dämpft kurzfristig die Kauflaune, wird von Analysten jedoch als temporärer Faktor eingestuft.

Reaktion am Markt

Zum Wochenausklang zeigten sich erste Anzeichen einer Bodenbildung. Das Papier legte am Freitag um 2,02 Prozent auf 42,39 Euro zu. Dennoch spiegelt der Kursverlauf seit Jahresbeginn mit einem Minus von 4,61 Prozent die anhaltende Skepsis wider. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 55,36 Euro verdeutlicht das theoretische Aufholpotenzial, sollte die Strategie greifen.

Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird die saubere Exekution der Abspaltung sein. Gelingt es dem Management, den Diagnostik-Bereich effizient auszugliedern und die Wachstumsziele im Kerngeschäft zu bestätigen, dürfte sich der derzeitige Abschlag zum fairen Wert sukzessive verringern.

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