ServiceNow Aktie: Wachstumspläne aktiv!
ServiceNow setzt gegen die jüngsten KI-Sorgen ein eigenes Signal: Mit der neuen Produktlinie „Autonomous Workforce“ will der Konzern zeigen, dass er KI nicht fürchten muss, sondern sie im Unternehmen nutzbar macht. Das kam am Markt an. Die Aktie legte heute um gut 4% zu – bleibt aber deutlich unter früheren Höchstständen.
Der Zeitpunkt ist auffällig: In den vergangenen Wochen hatte ein breiter Ausverkauf im Softwaresektor den Titel belastet. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie rund 27% im Minus und notiert etwa 48% unter dem 52-Wochen-Hoch vom Juli 2025.
„Autonomous Workforce“: KI-Spezialisten statt Einzel-Agenten
Kern der Ankündigung ist eine Reihe von KI-„Spezialisten“, die Aufgaben in Unternehmen Ende-zu-Ende abarbeiten sollen – inklusive integrierter Governance. Anders als klassische, auf einzelne Tätigkeiten fokussierte Agenten sollen diese Spezialisten im Team orchestriert werden und Rollen wie „Level 1 Service Desk“, „Employee Service Agent“ oder „Security Operations Analyst“ abdecken.
Als erstes Standardprodukt startet ein „Level 1 Service Desk AI Specialist“. Er soll typische IT-Supportfälle selbstständig erkennen und lösen, etwa Passwort-Resets, Softwarebereitstellung oder Netzwerk-Fehlersuche. ServiceNow verweist auf die eigene interne Nutzung: Dort würden über 90% der IT-Anfragen von Mitarbeitern abgewickelt; der neue L1-Spezialist löse zugewiesene Fälle demnach 99% schneller als menschliche Agenten.
Das L1-Angebot ist zunächst in kontrollierter Verfügbarkeit. Die breite Einführung („general availability“) erwartet ServiceNow im zweiten Quartal 2026.
Moveworks wird zu „EmployeeWorks“
Parallel stellte ServiceNow „EmployeeWorks“ vor. Das Produkt soll als dialogorientierter Einstiegspunkt („Front Door“) für Unternehmensanfragen dienen und bindet die kürzlich übernommene Moveworks-Plattform ein. Verfügbar ist EmployeeWorks laut Unternehmen sofort.
Technisch kombiniert das Angebot Moveworks’ Conversational AI und Enterprise Search mit ServiceNows Workflow-Engine. Der Zugriff soll unter anderem über Teams, Slack oder den Browser möglich sein. ServiceNow beziffert die Reichweite auf rund 200 Millionen Beschäftigte weltweit.
Kursimpuls – und der Auslöser der vorherigen Schwäche
Im Tagesverlauf stieg die Aktie bis auf 110,15 US-Dollar und lag zur Mittagszeit bei rund 108,76 US-Dollar, nach 104,23 US-Dollar am Vortagesschluss.
Hinter der jüngsten Nervosität stand auch ein viel beachteter Bericht von Citrini Research („The 2028 Global Intelligence Crisis“) vom 22. Februar. Das Szenario – aus einer fiktiven Perspektive des Jahres 2028 geschrieben – skizzierte eine Kettenreaktion durch KI-bedingte Jobverdrängung und nannte dabei auch ein hypothetisches Abbremsen des Wachstums beim Netto-Neuvertragswert von ServiceNow. In der Folge kam es zu einem mehrtägigen, sektorübergreifenden Abverkauf: Der iShares Expanded Tech-Software Sector ETF verlor am 23. Februar 5%, ServiceNow am selben Tag 4%.
Zusätzlichen Rückenwind liefert zudem eine gemeldete Insider-Transaktion: CEO Bill McDermott will am Freitag ServiceNow-Aktien im Wert von 3 Millionen US-Dollar kaufen. Außerdem sollen mehrere Führungskräfte laut Bericht geplante automatisierte Aktienverkäufe gestrichen haben.
Der nächste Quartalsbericht wird voraussichtlich am 22. April 2026 erwartet.
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