ServiceNow Aktie: Gemischte Signale
ServiceNow durchlebt turbulente Wochen. Während die Aktie seit ihrem 52-Wochen-Hoch mehr als die Hälfte an Wert verloren hat, häufen sich operative Meilensteine: eine wichtige Behördenzulassung für die Moveworks-Tochter, eine Großpartnerschaft mit Tata Consultancy Services – und CEO Bill McDermott kauft persönlich Aktien für drei Millionen Dollar nach.
FedRAMP-Zertifizierung öffnet Behördenmarkt
Am 25. Februar gab ServiceNow bekannt, dass die im Dezember 2025 übernommene KI-Plattform Moveworks die FedRAMP Moderate Authorization erhalten hat. Die Zertifizierung ermöglicht Bundesbehörden, Verteidigungsauftragnehmern und öffentlichen Einrichtungen den Einsatz der Moveworks-Technologie.
Die Moveworks GovCloud-Umgebung läuft auf AWS GovCloud und unterstützt Kommunikation in über 100 Sprachen. Zu den Nutzern im Behördenumfeld zählen bereits Leidos, ManTech und Broadcom. ServiceNow plant weitere Zertifizierungen, darunter FedRAMP High und Impact Level 5.
Der Schritt verschafft dem Unternehmen Zugang zu einem neuen Umsatzkanal – zu einem Zeitpunkt, an dem Modernisierungsbudgets im US-Behördensektor Priorität genießen.
TCS-Partnerschaft zielt auf Enterprise-KI
Zwei Tage zuvor hatte Tata Consultancy Services eine mehrjährige Partnerschaft mit ServiceNow angekündigt. TCS will branchenspezifische Lösungen auf der ServiceNow-Plattform entwickeln, mit Fokus auf Backoffice-Transformation in HR, Finanzen, Lieferketten und Beschaffung.
TCS beschreibt sich selbst als größter Nutzer von ServiceNows IT Asset Management und investiert in gemeinsame Innovationslabore. Die Zusammenarbeit soll Unternehmen helfen, KI-Projekte aus der Pilotphase in produktive Workflows zu überführen.
CEO kauft für drei Millionen Dollar eigene Aktien
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Parallel zum Kursrutsch signalisiert Bill McDermott persönliches Vertrauen. Der CEO investierte drei Millionen Dollar in ServiceNow-Aktien und strich sämtliche geplanten Insider-Verkäufe. Mitte Februar bezeichnete er das aktuelle Niveau als "keinen besseren Einstiegspunkt".
Der Vorstand genehmigte zudem ein Rückkaufprogramm über fünf Milliarden Dollar, begleitet von einem beschleunigten Rückkauf über zwei Milliarden Dollar.
Aktienkurs halbiert – trotz solider Zahlen
Die Aktie notierte am 18. Februar bei 107,81 Dollar, nachdem sie von über 211 Dollar gefallen war. Der Absturz spiegelt Sorgen wider, dass KI-gestützte Coding-Tools Unternehmen befähigen könnten, Alternativen zu etablierten SaaS-Plattformen intern zu entwickeln.
Die operativen Kennzahlen zeigen ein anderes Bild: Im vierten Quartal 2025 stieg der Abonnement-Umsatz um 21 Prozent auf 3,47 Milliarden Dollar. Die verbleibenden Vertragsverpflichtungen (cRPO) legten um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden Dollar zu. Für 2026 peilt ServiceNow einen Abonnement-Umsatz von rund 15,5 Milliarden Dollar an – was etwa 20 Prozent Wachstum entspricht.
Die Verlängerungsrate liegt bei 98 Prozent. Im vierten Quartal schloss das Unternehmen 244 Deals mit einem jährlichen Nettovertragsvolumen über einer Million Dollar ab – 40 Prozent mehr als im Vorjahr.
Was die Bewertung bestimmt
ServiceNow steht vor der Aufgabe, Investoren zu überzeugen, dass künstliche Intelligenz eher Wachstumstreiber als Bedrohung ist. Die FedRAMP-Zulassung und die TCS-Partnerschaft erweitern das adressierbare Marktvolumen konkret. Ob sich die Bewertungskorrektur als vorübergehend oder strukturell erweist, hängt davon ab, wie schnell das Unternehmen seine KI-Positionierung in Umsatz ummünzt.
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