Die Aktie von ServiceNow erlebt eine turbulente Woche. Auslöser war ein viraler Research-Bericht, der ein düsteres Szenario durch KI-Disruption an die Wand malte und den gesamten Softwaresektor zeitweise unter Druck setzte. Während der Kurs nach einem rutschartigen Abfall nun nahe dem Jahrestief notiert, stellen sich Investoren angesichts solider Wachstumszahlen die Frage: Bedroht Künstliche Intelligenz tatsächlich das Geschäftsmodell oder bietet der Ausverkauf eine historische Chance?

Virale Studie schürt Ängste

Ein am Wochenende veröffentlichter Bericht von Citrini Research mit dem Titel „The 2028 Global Intelligence Crisis“ sorgte zu Wochenbeginn für massive Verunsicherung. Das Papier skizzierte ein spekulatives Szenario, in dem KI zu massenhaften Entlassungen und einem deflationären Schock führt. Speziell für ServiceNow modellierte der Bericht einen fiktiven Personalabbau von 15 Prozent bis Ende 2026.

Die Marktreaktion folgte prompt: Die Aktie verlor am Montag rund 4 Prozent, während breite Software-ETFs sogar um 5 Prozent nachgaben. Pikant ist dabei, dass der Autor des Berichts die Analyse später selbst eher als „Gedankenexperiment“ denn als harte Prognose bezeichnete und sich von der heftigen Marktreaktion überrascht zeigte.

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Charttechnik und Insider-Reaktion

Zwar zeigten sich am Dienstag erste Erholungstendenzen mit einem Plus von rund 2 Prozent, doch das charttechnische Bild bleibt angeschlagen. Mit einem Kurs im Bereich von 103 US-Dollar notiert das Papier nahe dem 52-Wochen-Tief und weit unter dem 200-Tage-Durchschnitt von über 161 US-Dollar. Diese technische Schwäche spiegelt die tiefe Verunsicherung der Anleger wider, ob KI für SaaS-Anbieter Fluch oder Segen ist.

Das Management von ServiceNow reagiert indes offensiv auf den Vertrauensverlust. Führungskräfte stoppten geplante Aktienverkäufe, um Zuversicht zu signalisieren. CEO Bill McDermott kündigte zudem an, eigene Aktien im Wert von rund 3 Millionen US-Dollar zu erwerben. Flankiert wird dies durch ein beschleunigtes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 2 Milliarden US-Dollar.

Fundamentaldaten vs. KI-Skepsis

Die aktuelle Panik steht in scharfem Kontrast zur operativen Entwicklung. Das Unternehmen meldete für das vierte Quartal 2025 ein Umsatzwachstum von 21 Prozent und einen Anstieg der Großaufträge (über 1 Million US-Dollar) um fast 40 Prozent. Im Zentrum der Debatte steht jedoch die Befürchtung, dass KI-Tools die Preismacht von Softwareanbietern untergraben könnten – ein Argument, das im Citrini-Bericht stark gewichtet wurde. ServiceNow hält dagegen und positioniert sich durch Partnerschaften mit Nvidia und OpenAI als zentraler „Kontrollturm“ für die KI-Transformation in Unternehmen.

Die kurzfristige Richtung dürfte maßgeblich von den heutigen Nvidia-Quartalszahlen abhängen, die als Stimmungsbarometer für den gesamten Tech-Sektor gelten. Zudem wird sich das ServiceNow-Management heute auf dem Bernstein TMT Forum direkt den Fragen zur KI-Bedrohung stellen. Anleger sollten genau beobachten, ob diese Ereignisse die Angst vor einer strukturellen Krise entkräften können.

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