SoftBank will verhindern, dass die sechste Mobilfunkgeneration (6G) ähnliche Anlaufschwierigkeiten hat wie ihr Vorgänger. Gemeinsam mit Branchenschwergewichten wie T-Mobile US fordert der japanische Konzern einen radikalen Kurswechsel bei der Standardisierung. Im Fokus steht dabei eine zentrale Frage: Wie lässt sich mit der Technologie von Anfang an profitabel wirtschaften, statt erst nach Jahren der Investition nach einem Geschäftsmodell zu suchen?

Lehren aus dem 5G-Rollout

Das heute veröffentlichte Strategiepapier "Shaping a Monetization-Driven 6G Vision" wurde in Kooperation mit dem TM Forum und Partnern wie Singtel sowie Jio Platforms erarbeitet. Das Konsortium fordert explizit, die Monetarisierung bereits in den frühen Phasen der 6G-Standardisierung als zentrales Designprinzip zu verankern.

Damit reagieren die Unternehmen auf die fragmentierte Architektur und die schleppende Automatisierung, die den globalen 5G-Ausbau vielerorts bremsten. SoftBank und seine Partner schlagen vor, 6G als einheitliche Business-Plattform zu konzipieren, die auf sofortige Wertschöpfung ausgelegt ist. Ziel ist es, technische Standards so zu setzen, dass sie direkten kommerziellen Nutzen bringen.

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Rentabilität vor Technik-Hype

Hinter dem Vorstoß stehen handfeste wirtschaftliche Interessen der Telekommunikationsbranche. Infrastrukturanbieter suchen weltweit nach Wegen, die immensen Investitionen in 5G zu amortisieren, bevor die nächste Welle an Ausgaben beginnt. Ein entscheidender Faktor ist dabei das Nutzerverhalten: Technische Analysen zeigen, dass ein Großteil des mobilen Datenverkehrs in Innenräumen stattfindet – ein Bereich, in dem lizenziertes 5G-Spektrum oft physikalische Schwächen zeigt.

Die Branche prüft daher verstärkt Lösungen im unlizenzierten Spektrum und fordert klare kommerzielle Anwendungsfälle ("Use Cases"), bevor sie sich auf neue Netzwerkarchitekturen festlegt. Die Debatte dreht sich auch darum, ob künftig nur traditionelle Netzbetreiber oder auch Unternehmen und Satellitenanbieter zu den Hauptkunden der 6G-Technologie zählen werden.

Fundament durch KI-Infrastruktur

Die aktuelle Initiative baut direkt auf SoftBanks Technologie-Roadmap auf, insbesondere auf das im Dezember 2024 vorgestellte AI-RAN-Konzept. Dieses System nutzt NVIDIA Grace Hopper-Infrastruktur, um Funkzugangsnetze (RAN) mit KI-Workloads zu kombinieren. Praxistests in Japan bestätigten hierbei nicht nur einen konkurrenzfähigen Energieverbrauch, sondern stellten für bestimmte Netzwerkkonfigurationen einen Return on Investment (ROI) von 33 Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren in Aussicht.

Mit diesem koordinierten Vorstoß positioniert sich SoftBank frühzeitig als Gestalter der nächsten Mobilfunkgeneration. Der klare Fokus auf kommerzielle Nutzbarkeit soll sicherstellen, dass 6G nicht als technologische Spielwiese endet, sondern als effiziente Business-Plattform startet. Die Allianz mit globalen Playern erhöht die Wahrscheinlichkeit, diese profitabilitätsorientierten Standards international durchzusetzen.

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