Pfizer liefert in der Forschung positive Signale – doch an der Börse zählt gerade etwas anderes. Während neue Studiendaten aus der Onkologie Hoffnung machen, drückt ein skeptischer Analystenstart auf die Stimmung. Der Kernkonflikt: Reicht der wissenschaftliche Fortschritt, um die nächsten Jahre mit auslaufenden Patenten zu überbrücken?

Fortschritte in der Onkologie

Pfizer meldete diese Woche positive Topline-Ergebnisse aus der Phase-3-Studie BREAKWATER. Untersucht wurde Braftovi (Encorafenib) in Kombination mit Cetuximab und FOLFIRI-Chemotherapie. Im Fokus stand Kohorte 3: Patienten mit bislang unbehandeltem BRAF-V600E-mutiertem metastasiertem Darmkrebs (mCRC).

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Laut Unternehmen wurde der primäre Endpunkt erreicht: Das Kombinationsregime verbesserte das progressionsfreie Überleben (PFS) gegenüber der Standardkontrolle statistisch signifikant. Beim Gesamtüberleben (OS) zeigte sich zwar ein positiver Trend, die Daten gelten aber noch als nicht ausgereift.

Pfizer will die Ergebnisse nun mit Zulassungsbehörden wie der FDA diskutieren, um das Einsatzgebiet von Braftovi möglicherweise auszuweiten. Für die Onkologie-Strategie ist das ein wichtiger Baustein – Pfizer hat das Ziel, bis 2030 mindestens acht Krebsmedikamente mit Blockbuster-Potenzial zu liefern.

Barclays bremst – wegen „Patent Cliffs“

Trotz der guten Studiendaten kam am Donnerstag Gegenwind von der Analystenseite. Barclays nahm die Coverage auf und startete mit „Underweight“ sowie einem Kursziel von 25 US-Dollar. Begründung: die erwarteten Patentabläufe.

Die Analystin verweist darauf, dass Pfizer zwischen 2026 und 2028 in eine Phase rutscht, in der der Verlust von Exklusivrechten bei wichtigen Umsatzträgern zunehmen dürfte. Diese strukturelle Belastung überlagert aus Sicht mancher Investoren derzeit die Pipeline-Erfolge – entsprechend bleibt die Aktie kurzfristig eher in einer Seitwärts- bis Abwärtstendenz gefangen.

Guidance bestätigt, Zusatzimpuls aus HIV-Asset

Pfizer bestätigte zuletzt seine Prognose für 2026: Der Konzern rechnet mit 59,5 bis 62,5 Mrd. US-Dollar Umsatz und einem bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) von 2,80 bis 3,00 US-Dollar. Das COVID-Portfolio soll sich laut Management bei rund 5 Mrd. US-Dollar Umsatz stabilisieren. Gleichzeitig plant Pfizer, in diesem Jahr etwa 1,5 Mrd. US-Dollar an Umsatzrückgängen durch Patentabläufe zu kompensieren.

Ein weiterer, eher indirekter Lichtblick kommt aus dem Beteiligungsumfeld: ViiV Healthcare, an dem Pfizer minderheitlich beteiligt ist, veröffentlichte am 18. Februar finale Daten der LATITUDE-Studie im New England Journal of Medicine. Demnach war die langwirksame HIV-Therapie Cabenuva bei Patienten mit Adhärenzproblemen der täglichen oralen Therapie überlegen – ein positiver Beleg für die Stärke dieses Joint-Venture-Assets.

Unterm Strich zeigt sich: Pfizer kann klinisch liefern, muss aber parallel eine glaubwürdige Brücke über die Patentjahre 2026 bis 2028 schlagen. Am Markt spiegelt sich das bislang nur verhalten wider – der Titel notiert heute bei 22,86 Euro.

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