UnitedHealth kommt nicht aus den Schlagzeilen. Zu der ohnehin schon enttäuschenden Kursentwicklung gesellen sich nun Fragen zur Corporate Governance. Ein Bericht über private Investitionen von CEO Stephen Hemsley sorgt für Stirnrunzeln an der Wall Street – gerade in einer Phase, in der das Unternehmen eigentlich Stabilität bräuchte.

Brisante private Geschäfte?

Auslöser der jüngsten Nervosität ist ein Bericht des Wall Street Journal. Demnach hat CEO Stephen Hemsley über Beteiligungsgesellschaften seiner Investmentfirma private Anteile an Healthcare-Startups erworben. Kritiker sehen hier potenzielle Interessenkonflikte, da Hemsley gleichzeitig den größten Gesundheitsversicherer der USA leitet.

Das Unternehmen reagierte umgehend auf die Vorwürfe. UnitedHealth betonte, dass Hemsleys Investitionen im Einklang mit den internen Richtlinien zu Interessenkonflikten stehen und die Prüfprozesse "robust" seien. Dennoch kommt die Diskussion zur Unzeit. Die Aktie hat in den letzten zwölf Monaten fast 49 Prozent an Wert verloren und kämpft aktuell mit einem Kursniveau um 245 Euro.

Regulatorischer Gegenwind hält an

Die Governance-Fragen treffen auf ein bereits angespanntes Umfeld. Der wichtigste fundamentale Belastungsfaktor bleibt die staatliche Regulierung. Die Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) haben für 2027 eine Erhöhung der Zahlungen für Medicare-Advantage-Pläne von lediglich 0,09 Prozent vorgeschlagen.

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Als Marktführer in diesem Segment ist UnitedHealth von dieser drohenden Stagnation bei den Vergütungssätzen besonders stark betroffen. Die Unsicherheit drückt auf die Stimmung, da Investoren befürchten, dass die Margen im Kerngeschäft unter Druck geraten könnten.

Solide Dividende als Trostpflaster

Trotz der operativen und personellen Störfeuer gibt es auch stabilisierende Faktoren. CFO Wayne DeVeydt bezeichnete die Ausschüttungen zuletzt als gut durch Gewinne und Cashflow gedeckt. Durch den deutlichen Kursrückgang ist die erwartete Dividendenrendite mittlerweile auf über 3 Prozent gestiegen, was den Titel für einkommensorientierte Anleger interessanter macht.

Auch die Geschäftszahlen zeigen Wachstum: 2025 stieg der Umsatz um rund 12 Prozent auf 447,6 Milliarden US-Dollar. Für das laufende Jahr stellt das Management einen Gewinn pro Aktie von mehr als 17,75 US-Dollar in Aussicht.

Das Management hat 2026 als Jahr der "Fokussierung und Ausführung" ausgerufen. Entscheidend für die kurzfristige Kursrichtung dürfte jedoch Anfang April sein: Dann werden die endgültigen Raten für die Medicare-Advantage-Zahlungen bekanntgegeben, was Klarheit über die zukünftige Ertragskraft bringen wird.

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