Salesforce Aktie: Offensive gegen den Trend
Während der Aktienkurs von Salesforce in der Nähe des 52-Wochen-Tiefs notiert, schaltet das Management in den Angriffsmodus. Mit der Übernahme der Plattform „Momentum“ sichert sich der CRM-Gigant den zehnten Zukauf innerhalb von nur sechs Monaten. Anleger stellen sich die Frage: Kann diese aggressive Expansionsstrategie den Tech-Riesen aus der aktuellen Branchen-Korrektur befreien?
Fokus auf KI-Integration
Der jüngste Zukauf ist ein weiterer Baustein für die KI-Plattform „Agentforce“. Momentum ist darauf spezialisiert, unstrukturierte Daten aus Sprach- und Videokanälen wie Zoom oder Google Meet zu analysieren. Das Ziel ist es, diese Informationen direkt in die Salesforce-Systeme zu integrieren. Steve Fisher, Produktvorstand bei Salesforce, erklärte, dass die Technologie dabei helfen soll, komplexe Arbeitsabläufe zu automatisieren, indem sie Kundenstimmen direkt in verwertbare Daten umwandelt.
Die Transaktion soll im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 abgeschlossen werden. Über die finanziellen Details wurde Stillschweigen vereinbart. Erst Anfang Februar hatte Salesforce mit „Cimulate“ bereits ein anderes Unternehmen im Bereich Commerce-KI übernommen.
Sektor unter Druck
Diese Investitionsoffensive trifft auf ein äußerst angespanntes Marktumfeld. Der gesamte Software-Sektor leidet unter einem breiten Ausverkauf. Dies spiegelt sich deutlich im Kurs wider: Die Aktie notiert aktuell bei rund 157,20 Euro und damit in direkter Schlagdistanz zum 52-Wochen-Tief von 155,50 Euro. Seit Jahresanfang haben die Papiere über 27 Prozent an Wert eingebüßt.
Marktbeobachter wie Dan Ives von Wedbush halten die Verkaufswelle im SaaS-Bereich (Software as a Service) für überzogen. Er argumentiert, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur langfristig erhebliche Chancen für etablierte Player wie Salesforce bieten wird.
Analysten senken Ziele
Kurzfristig überwiegt an der Wall Street jedoch die Vorsicht. In dieser Woche haben mehrere Analystenhäuser ihre Kursziele nach unten korrigiert. Die Citigroup senkte ihr Ziel von 257 auf 197 US-Dollar, und Wells Fargo reduzierte die Erwartung von 265 auf 235 US-Dollar. Wichtig ist jedoch der Kontext: Die meisten Experten, wie etwa bei BTIG, halten trotz der Zielsenkungen an ihren grundsätzlichen Kaufempfehlungen fest.
Der entscheidende Impuls für die weitere Richtung wird am 25. Februar erwartet. Nach Börsenschluss legt Salesforce die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr vor. Investoren werden dabei primär darauf achten, wie schnell sich die massiven Investitionen in die „Agentforce“-Plattform monetarisieren lassen und ob die Gewinnerwartungen trotz der aggressiven Einkaufsstrategie erfüllt werden.
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