Valneva Aktie: Marktentwicklung beobachten
Der französische Impfstoffhersteller Valneva hat seine Bücher für 2025 geöffnet und liefert Anlegern ein gemischtes Bild. Während der Umsatz im vergangenen Jahr noch leicht zulegen konnte, stellt das Management für 2026 sinkende Erlöse in Aussicht. Doch hinter den reinen Finanzkennzahlen verbirgt sich das eigentliche Thema, das den Kurs derzeit stützt: Das Warten auf die entscheidenden Daten aus der Pfizer-Partnerschaft.
Licht und Schatten in der Bilanz
Die vorläufigen Zahlen zeigen, dass Valneva 2025 einen Gesamtumsatz von 174,7 Millionen Euro erzielte. Dies entspricht einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr, der primär durch Meilensteinzahlungen aus der Kooperation mit dem US-PharmaRIESEN Pfizer getrieben wurde. Das operative Basisgeschäft offenbart jedoch Schwächen: Die Produktverkäufe sanken auf 157,9 Millionen Euro. Verantwortlich hierfür ist ein massiver Einbruch bei den Verkäufen an Drittanbieter um über 40 Prozent, der das Wachstum der eigenen Marken neutralisierte.
Auch der Ausblick auf das laufende Jahr dürfte Euphorie bremsen. Das Management rechnet für 2026 mit einem Gesamtumsatz zwischen 155 und 170 Millionen Euro – ein Rückgang im Vergleich zum gerade gemeldeten Ergebnis. Parallel dazu schmilzt das finanzielle Polster: Die liquiden Mittel sanken zum Jahresende auf 109,7 Millionen Euro.
Pipeline als Hoffnungsträger
Trotz der verhaltenen Finanzprognose notiert die Aktie heute bei 4,60 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang ein Plus von rund 20 Prozent. Der Grund für diese relative Stärke liegt in der Pipeline. In der ersten Jahreshälfte 2026 werden die Phase-3-Daten für den Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15 erwartet.
Da es derzeit keinen zugelassenen Impfstoff gegen diese Krankheit gibt, wäre ein Erfolg der klinischen Studien ein enormer wirtschaftlicher Hebel. Partner Pfizer würde in diesem Szenario die Zulassung und Vermarktung übernehmen, was Valneva weitere Einnahmen und eine beschleunigte Entwicklung anderer Projekte ermöglichen würde.
Gegenwind in Großbritannien
Weniger positiv sind die jüngsten Nachrichten zum Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ. Britische Gesundheitsbehörden haben die Empfehlungen für den Einsatz des Vakzins eingeschränkt, insbesondere für Personen über 60 Jahre und bestimmte Risikogruppen. Zwar bleibt die Bewertung für jüngere Erwachsene positiv, doch die regulatorischen Hürden erschweren die Marktdurchdringung in diesem Segment.
Valneva befindet sich in einer Übergangsphase. Mit der Vertragsverlängerung von CEO Thomas Lingelbach setzt das Unternehmen auf personelle Konstanz, während die finanzielle Entwicklung kurzfristig stagniert. Für die weitere Kursentwicklung ist die kommende Datenveröffentlichung zum Borreliose-Impfstoff das entscheidende Zünglein an der Waage.
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