Plug Power muss gleich an zwei Fronten liefern: Vor Gericht und bei der Finanzierung. Denn während mehrere Sammelklagen die Kommunikation rund um staatliche Fördermittel ins Visier nehmen, hat sich das Unternehmen erst kürzlich mehr Spielraum für frisches Eigenkapital verschafft.

Sammelklagen wegen DOE-Kreditgarantie

Am Donnerstag (19. Februar) meldeten mehrere Kanzleien, darunter Bleichmar Fonti & Auld sowie Pomerantz, die Einreichung von Sammelklagen gegen Plug Power und bestimmte Führungskräfte. Die Klagen liegen beim U.S. District Court für den Northern District of New York und drehen sich um den Vorwurf von Verstößen gegen US-Börsenrecht.

Konkret geht es um Aussagen zu einer Kreditgarantie des US-Energieministeriums (DOE) über 1,66 Milliarden US-Dollar. Die Kläger behaupten, Plug Power habe die Wahrscheinlichkeit des Erhalts dieser Mittel sowie die Umsetzbarkeit der damit verbundenen Wasserstoff-Produktionsanlagen zu optimistisch dargestellt. Brisant: Ende 2025 hatte das Unternehmen seine Aktivitäten rund um diese DOE-verknüpften Projekte ausgesetzt und den Fokus auf alternative Wege der Kapitalallokation gelegt.

Mehr Aktien, mehr Flexibilität – aber auch Verwässerungsrisiko

Die juristischen Entwicklungen kommen kurz nach einem wichtigen Beschluss auf Aktionärsebene. Am 12. Februar stimmten die Aktionäre dafür, die Zahl der genehmigten Stammaktien von 1,5 auf 3,0 Milliarden zu verdoppeln.

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Damit gewinnt Plug Power erheblich an Flexibilität, um über neue Aktien Kapital aufzunehmen und die Bilanz zu managen. Genau hier liegt aber auch der Zielkonflikt, den der Markt typischerweise einpreist: Mehr Finanzierungsspielraum kann die Liquidität sichern – gleichzeitig steigt das Risiko einer Verwässerung für bestehende Aktionäre. Die Aktie notiert heute bei 1,61 Euro und liegt damit deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,86 Euro.

CEO-Wechsel bleibt geplant

Anders als zwischenzeitlich spekuliert, bleibt CEO Andy Marsh laut Berichtslage bis heute (20. Februar) im Amt. Zwar gibt es seit Oktober 2025 einen Nachfolgeplan, doch der Wechsel ist erst für März 2026 vorgesehen: Dann soll Marsh zum Executive Chairman wechseln – zeitgleich mit der Einreichung des Geschäftsberichts.

Bis dahin muss Plug Power die Phase zwischen ausgesetzten DOE-Projekten und der strategischen Ausrichtung auf „turnkey“-Wasserstofflösungen operativ überbrücken – und parallel die neuen Klagen abarbeiten.

Im März 2026 dürfte der Übergang an der Spitze mit dem Geschäftsbericht ein wichtiger Fixpunkt werden: Dann zeigt sich, wie Plug Power die zusätzliche Kapital-Flexibilität konkret nutzen will und wie das Management die Lage nach dem Stopp der DOE-bezogenen Projekte einordnet.

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