Pfizer Aktie: Milliarden-Deal vor Zahlen
Pfizer nutzt das Wochenende für einen strategischen Rundumschlag. Kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen trennt sich der Pharma-Konzern von einer historischen Beteiligung, um fast 1,9 Milliarden Dollar Liquidität freizusetzen. Gleichzeitig fließt Geld in neue Technologie-Partnerschaften – ein klarer Hinweis darauf, dass das Management den Fokus von passiven Einnahmen auf aktive Forschung verlagert.
Liquidität statt Beteiligung
Der dominierende Schritt ist der Ausstieg aus ViiV Healthcare. Pfizer verkauft seinen Anteil von 11,7 Prozent an dem auf HIV-Therapien spezialisierten Joint Venture für rund 1,875 Milliarden Dollar. Käufer ist der japanische Partner Shionogi, während GSK die Mehrheit behält.
Für Anleger ist die Botschaft hinter dem Verkauf entscheidend: Pfizer beendet eine seit 2009 bestehende Partnerschaft, um Kapital freizusetzen. Analysten werten dies als Portfolio-Bereinigung. Die Einnahmen sollen nicht länger passiv verwaltet, sondern aktiv in die interne Pipeline investiert werden – insbesondere in den Bereichen Onkologie und Impfstoffe der nächsten Generation.
Technologisches Upgrade
Ein Teil der neu gewonnenen Flexibilität wird sofort reinvestiert. Pfizer sicherte sich eine Lizenz für die Matrix-M-Technologie von Novavax. Die Vereinbarung umfasst eine Vorabzahlung von 30 Millionen Dollar sowie mögliche Meilensteinzahlungen von bis zu 530 Millionen Dollar.
Dieser Schritt wird als technisches Upgrade für die Forschungsabteilung interpretiert. Pfizer erhält Zugriff auf eine bewährte Adjuvans-Plattform, die dazu dienen könnte, die Immunantwort und Wirksamkeit künftiger Impfstoffe zu verbessern.
Politische Hürden und Kursentwicklung
Der Umbau findet in einem herausfordernden Umfeld statt. Neu veröffentlichte Berichte zeigen, dass Pfizer im dritten Quartal 2025 rund 2,8 Millionen Dollar für Lobbyarbeit ausgegeben hat. Der Fokus liegt dabei auf der Abwehr staatlicher Preisregulierungen im Rahmen der "TrumpRx"-Initiative. Während der ViiV-Verkauf einmalig Kasse macht, bleiben diese politischen Reibereien ein dauerhafter Kostenfaktor.
An der Börse hat das Papier zuletzt Federn gelassen. Auf Jahressicht verzeichnet die Aktie ein Minus von rund 14,5 Prozent und notierte zuletzt bei 21,70 Euro. Der aktuelle Cash-Zufluss könnte helfen, die Bilanz zu stabilisieren und Bedenken hinsichtlich sinkender Einnahmen aus dem alten COVID-Geschäft zu zerstreuen.
Alle Augen richten sich nun auf den 3. Februar 2026. Dann legt Pfizer die Zahlen für das vierte Quartal vor. Entscheidend wird dabei weniger der reine Gewinn sein, sondern die konkrete Ansage des Managements, wie die ViiV-Erlöse final verwendet werden – ob für Schuldenabbau, Aktienrückkäufe oder weitere strategische Übernahmen.
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