Oracle hat ein Glaubwürdigkeitsproblem: Die enormen Kosten für den Ausbau der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz schrecken Investoren zunehmend ab. Statt gefeierter Wachstumsperspektiven dominieren plötzlich Sorgen um die Bilanz und eine neue Sammelklage die Schlagzeilen. Während Starinvestor Michael Burry vor einer Blase warnt, steht die Frage im Raum: Überhebt sich der Tech-Konzern mit seinen ambitionierten Plänen?

Teures "Stargate" weckt Zweifel

Auslöser für den jüngsten Kursrutsch sind massive Bedenken an der Finanzierbarkeit der KI-Strategie. Im Zentrum der Kritik steht das gewaltige Infrastruktur-Projekt „Stargate“, das gemeinsam mit Partnern wie OpenAI und SoftBank realisiert werden soll. Berichte über mögliche Verzögerungen, interne Unstimmigkeiten und die komplexe operative Struktur lassen Anleger an der reibungslosen Umsetzung zweifeln.

Der Markt fürchtet, dass die immensen Investitionen, die für den Wettbewerb im Cloud-Sektor nötig sind, die Liquidität des Unternehmens zu stark belasten könnten. Investoren prüfen die Bilanzen derzeit genau auf Risiken durch steigende Verschuldung.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?

Juristischer Druck und prominente Warnungen

Die Situation verschärft sich durch juristischen Gegenwind. Die Kanzlei Levi & Korsinsky hat eine Sammelklage eingereicht, die dem Management vorwirft, die Kapitalausgaben massiv erhöht zu haben, ohne entsprechendes kurzfristiges Umsatzwachstum zu liefern. Dies habe die Risiken für den freien Cashflow unnötig gesteigert.

Gleichzeitig goss "Big Short"-Investor Michael Burry Öl ins Feuer: Er nannte Oracle explizit als Beispiel für Tech-Riesen, die ihre Rechenzentren aggressiv auf Pump finanzieren, und warnte vor einer potenziellen Blase im KI-Sektor. Diese Warnungen treffen den Nerv der Zeit, da die Branche für 2026 Ausgaben in dreistelliger Milliardenhöhe plant.

Chartbild trübt sich ein

Diese negative Gemengelage spiegelt sich deutlich im Kurs wider. Das Papier notiert aktuell bei 119,86 Euro und hat seit Jahresbeginn bereits über 28 Prozent an Wert eingebüßt. Der deutliche Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt (191,69 Euro) unterstreicht das momentan äußerst angeschlagene Sentiment der Marktteilnehmer.

Für Investoren bleibt die Lage angespannt. Neben der operativen Entwicklung rückt nun auch der juristische Kalender in den Fokus: Aktionäre, die sich der Sammelklage als Hauptkläger anschließen wollen, müssen dies bis zum 6. April 2026 tun. Ob Oracle die Zweifel an seiner kostenintensiven Strategie zeitnah ausräumen kann, dürfte die Kursentwicklung der kommenden Wochen maßgeblich bestimmen.

Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 24. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...