Oracle erhält Lob für seine Cloud-Software – und kämpft gleichzeitig gegen Vorwürfe, Investoren über die Kosten seiner KI-Strategie im Dunkeln gelassen zu haben. Die Gartner-Analyse attestiert dem Konzern Führungsstärke bei Finanzplanungstools, während eine Sammelklage die Frage aufwirft: Wurden die finanziellen Risiken der milliardenschweren KI-Infrastruktur verschwiegen?

Gartner sieht Oracle vorn

Das Marktforschungshaus Gartner stuft Oracle in seinem aktuellen Magic Quadrant für Financial Planning Software als „Leader" ein. Bewertet wurde die Oracle Fusion Cloud Enterprise Performance Management (EPM)-Lösung – ein cloudbasiertes System für Finanzplanung und Forecasting. Laut Gartner punktet Oracle sowohl bei der „Ability to Execute" als auch bei der „Completeness of Vision". Die Auszeichnung unterstreicht die Position des Konzerns im hart umkämpften Markt für Cloud-Anwendungen, wo Oracle zuletzt auch bei ERP-Systemen vordere Plätze belegte.

Klage wegen verschwiegener Risiken

Parallel dazu läuft eine Sammelklage wegen angeblichen Wertpapierbetrugs. Mehrere Anwaltskanzleien haben Investoren erneut an die Vorwürfe erinnert: Oracle soll zwischen Juni und Dezember 2025 verschwiegen haben, dass die KI-Infrastrukturstrategie zu massiv steigenden Investitionsausgaben führen würde – ohne kurzfristig entsprechende Umsätze zu generieren. Die Klage behauptet, dass dadurch erhebliche Risiken für Verschuldung und freien Cashflow entstanden seien, die Anleger nicht kannten.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Oracle?

Die Vorwürfe treffen einen wunden Punkt: Oracle plant eine umfangreiche Finanzierung für den Ausbau seiner KI-Rechenzentren. Investoren fürchten Verwässerung und Druck auf die Liquidität – ein Damoklesschwert, das über der Bewertung schwebt.

CMS-Auftrag als Gegenpol

Ein Lichtblick kommt aus dem öffentlichen Sektor. Die US-Behörde Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) hat Oracle Cloud Infrastructure (OCI) für ein großes Modernisierungsprojekt ausgewählt. Der Vertrag belegt die Zugkraft von OCI bei KI-Workloads und stützt die langfristige Wachstumsthese im Cloud-Infrastrukturgeschäft.

Oracle steht damit an einer Weggabelung: Software-Sparte gefeiert, Infrastruktur-Ambitionen teuer, rechtliche Altlasten ungelöst. Die nächsten Quartalszahlen dürften zeigen, ob sich die Milliarden-Wette auf KI bereits auszahlt – oder ob die Finanzierungsfrage zum dominierenden Thema wird.

Oracle-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Oracle-Analyse vom 20. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Oracle-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Oracle-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Oracle: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...