Der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz kämpft weiter mit den Folgen des strukturellen Wandels in der Automobilindustrie. Während der Konzern durch ein laufendes Aktienrückkaufprogramm versucht, Zuversicht zu signalisieren, sprechen die harten Zahlen aus dem Heimatmarkt Baden-Wuerttemberg eine deutliche Sprache: Die Region, einst Aushängeschild deutscher Ingenieurskunst, steckt tief in der Krise.

Die jüngsten Arbeitslosenzahlen verdeutlichen das Ausmaß: In Baden-Wuerttemberg kletterte die Quote von 3,9 Prozent im Januar 2023 auf 4,8 Prozent im Januar 2026. Besonders brisant: Die IG Metall warnt, dass bis 2030 rund 14.000 Stellen allein in der Autoindustrie wegfallen könnten. Auch wenn die Arbeitslosigkeit noch vergleichsweise moderat ausfällt – Ökonomen führen dies vor allem darauf zurück, dass Firmen ihre Mitarbeiter trotz schwacher Auftragslage halten, aus Angst vor künftigen Fachkräftemangel.

China-Schock trifft Mercedes besonders hart

Die Lage im Chinageschäft entwickelt sich zum Albtraum für die Schwaben. Laut Institut der deutschen Wirtschaft brachen die deutschen Autoexporte nach China dramatisch ein: Von einem Höchststand von fast 30 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf nur noch 13,6 Milliarden Euro im Jahr 2025 – ein Minus von über 54 Prozent. Drei Viertel des gesamten deutschen Exportrückgangs mit China gehen auf das Konto der Autoindustrie.

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Während chinesische Hersteller mit massiven staatlichen Subventionen und einer nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds unterbewerteten Währung punkten, verlieren deutsche Premium-Marken rasant Marktanteile. Das Handelsbilanzdefizit mit China schwoll auf ein Rekordniveau von knapp 90 Milliarden Euro an – die Importe aus China stiegen um 8,8 Prozent, während die Exporte um 9,7 Prozent einbrachen.

Verzweifelter Aktienrückkauf

In dieser angespannten Lage setzt Mercedes auf ein bewährtes Instrument: Den Aktienrückkauf. Zwischen dem 16. und 20. Februar 2026 erwarb der Konzern 719.016 eigene Aktien zu einem gewichteten Durchschnittspreis von rund 58,65 Euro. Seit Programmbeginn am 3. November 2025 summiert sich das Volumen bereits auf 10,7 Millionen Aktien.

Doch während der Konzern versucht, den Kurs zu stützen, verschlechtert sich das operative Umfeld weiter. Der EU-Automarkt startete schwach ins neue Jahr: Im Januar sanken die Neuzulassungen um 3,9 Prozent. Zwar legten Elektroautos um 24,2 Prozent zu – doch ausgerechnet bei der Porsche AG, einer Konzerntochter, brachen die Zulassungen um 14,6 Prozent ein. Mercedes selbst verzeichnete immerhin ein Plus von vier Prozent, was angesichts der Gesamtlage jedoch kaum Grund zur Entwarnung gibt.

Die strukturellen Probleme bleiben bestehen: steigende Kosten, intensiver Wettbewerb aus China und eine schleppende E-Mobility-Transformation. Insolvenzen in Baden-Wuerttemberg stiegen 2024 um 30 Prozent auf den höchsten Stand seit 2010. Die Zulieferer leiden massiv unter der Nachfrageschwäche – viele haben stark in Elektromobilität investiert, doch die erhoffte Nachfrage bleibt aus.

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