Oracle Aktie: Teurer Ausbau
Oracle will im Cloud- und KI-Geschäft schneller wachsen – und greift dafür tief in die Tasche. Genau dieser Spagat zwischen Tempo und Finanzdisziplin sorgt derzeit für Unruhe am Markt. Denn der Konzern plant nicht nur hohe Investitionen, sondern auch eine der größten Finanzierungsrunden seiner jüngeren Geschichte.
Milliardenplan für die Cloud
Der Kern der aktuellen Diskussion ist Oracles angekündigter Finanzierungsvorstoß für das Kalenderjahr 2026: Zwischen 45 und 50 Milliarden US-Dollar sollen eingesammelt werden. Das Geld ist vor allem für zusätzlichen Ausbau der Oracle Cloud Infrastructure (OCI) vorgesehen.
Hintergrund: Oracle spricht von „kontrahierter Nachfrage“ großer OCI-Kunden. Übersetzt heißt das: Kapazität muss her, damit bereits zugesagte Aufträge auch bedient werden können. Das erklärt, warum Oracle das Tempo hochhält – selbst wenn es kurzfristig teuer wird.
Finanzierung: Mischung aus Aktien und Anleihen
Oracle will die Summe über einen Mix aus Eigen- und Fremdkapital beschaffen. Rund die Hälfte soll über aktiengebundene Instrumente und klassische Aktienemissionen kommen. Dazu gehört ein neu genehmigtes „At-the-market“-Programm von bis zu 20 Milliarden US-Dollar, bei dem Aktien flexibel am Markt platziert werden können.
Der Rest soll über eine einzelne Emission von vorrangigen, unbesicherten Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating kommen – geplant für Anfang 2026. Die Logik dahinter: Wachstum finanzieren, aber die Kosten und Risiken auf mehrere Kanäle verteilen.
Wachstum ja – Cashflow unter Druck
Der Ausbau schlägt bereits sichtbar auf die Kennzahlen durch. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete Oracle einen negativen Free Cashflow von 10 Milliarden US-Dollar. Auslöser waren Investitionen (Capex) von 12 Milliarden US-Dollar.
Gleichzeitig liefert das Cloud-Geschäft starke Signale: Der Cloud-Umsatz legte im Quartal um 33% zu, OCI stach mit plus 66% besonders heraus. Auch die Remaining Performance Obligations (RPO) – ein Indikator für künftige Erlöse aus bereits vereinbarten Leistungen – stiegen deutlich. Die entscheidende Frage ist damit: Können die hohen Investitionen schnell genug in nachhaltig mehr Umsatz und Cashflow umschlagen?
Unterm Strich bleibt es ein Balanceakt: Oracle setzt auf Kapazitätsausbau, um das OCI-Wachstum zu bedienen – bezahlt wird das kurzfristig mit Druck auf den Free Cashflow und zusätzlichem Finanzierungsbedarf. Am Markt spiegelt sich diese Skepsis bereits wider: Seit Jahresbeginn liegt die Aktie bei -24,83%.
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