Palantir Aktie: Unveränderte Situation
Palantir muss sich gerade an zwei Fronten behaupten: intern sorgen Fragen zur Unternehmensführung für Stirnrunzeln, extern belastet die Abverkaufswelle bei wachstumsstarken Softwarewerten. Gleichzeitig gibt es auch Gegenwind aus Europa – und dennoch melden sich Analysten mit überraschend optimistischen Tönen zu Wort. Was steckt hinter diesem Spannungsfeld?
Governance-Debatte und Insider-Verkäufe
Auslöser für zusätzliche Unruhe waren Berichte über eine Erstattung von CEO-Flugkosten in Höhe von 17,2 Mio. US-Dollar sowie Insider-Verkäufe von rund 3,05 Mio. US-Dollar. Solche Schlagzeilen erhöhen typischerweise die Sensibilität der Anleger für Governance-Themen – gerade bei Titeln, die ohnehin ambitioniert bewertet sind.
Dazu passt das gemischte Bild aus den jüngsten 13F-Meldungen: Während einige große Investoren Positionen reduzierten, stockten andere auf. Der Markt ringt damit weiter um die Frage, wie viel Wachstum bereits im Kurs eingepreist ist – im Quelltext wird dafür ein erwartetes KGV von etwa 127 genannt.
SaaS-Schwäche trifft auch Palantir
Palantirs Rückgang kam zudem nicht aus dem luftleeren Raum. Am Montag gerieten US-Indizes ebenso unter Druck wie viele hoch bewertete Softwarewerte. Besonders deutlich zeigte das ein heftiger Tagesverlust bei Snowflake, was den sektorweiten Stimmungsumschwung unterstreicht.
Auch bei Palantir selbst ist die Korrektur spürbar: In den bereitgestellten Daten liegt der Titel über 30 Tage rund 21% im Minus und notiert damit klar unter den längerfristigen Durchschnitten – ein Zeichen, dass der Markt aktuell eher Risiko abbaut als auf Momentum setzt.
Europa, Klage – und Rückenwind aus Washington
Zusätzliche Komplexität bringt ein Rechtsstreit in der Schweiz. Palantir klagt gegen das Online-Magazin Republik und wirft dem Medium vor, nicht ausreichend Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben zu haben. Hintergrund der Berichterstattung sind Bedenken zur Datensouveränität: Laut Financial Times kam eine interne Prüfung der Schweizer Streitkräfte zu dem Schluss, dass der Einsatz der Technologie das Risiko berge, US-Behörden könnten Zugriff auf sensible Daten erhalten. Diese Debatte schwappte sogar nach Großbritannien, wo ein Abgeordneter in einer Parlamentsdiskussion ein „Abwenden“ von Palantir anmahnte.
Dem gegenüber steht operativer Rückenwind aus den USA: Das Heimatschutzministerium (DHS) vergab eine fünfjährige Rahmenvereinbarung mit einem Volumen von bis zu 1 Mrd. US-Dollar. Mehrere Behörden können damit Palantirs Plattformen beziehen, ohne jeweils neue Ausschreibungen durchführen zu müssen. Da staatliche Aufträge laut Quelltext rund 55% des Umsatzes ausmachen, stärkt das die Visibilität der Pipeline.
Analysten werden konstruktiver
Trotz der Gemengelage hoben mehrere Häuser ihre Einschätzungen an. Mizuho stufte Palantir auf „Outperform“ hoch und nannte ein Kursziel von 195 US-Dollar. Begründet wurde das unter anderem mit einer deutlich gesunkenen Bewertungskennzahl (Enterprise Value zu Free Cash Flow) für 2026, was das Chance-Risiko-Profil attraktiver mache. Auch HSBC und Northland erhöhten ihre Kursziele auf 205 bzw. 190 US-Dollar.
Am 4. Mai 2026 (erwartet) richtet sich der Blick auf die nächsten Quartalszahlen: Dann wird entscheidend sein, ob Palantir die eigene Umsatzprognose für 2026 von rund 7,18 bis 7,20 Mrd. US-Dollar bestätigt – und ob die operative Dynamik stark genug bleibt, um Bewertungs- und Governance-Sorgen zu überlagern.
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