Der Softwarekonzern Oracle steht vor einem Spagat: Während das Unternehmen am 19. Februar 2026 eine wichtige Branchenauszeichnung erhielt, läuft parallel eine Sammelklage wegen mutmaßlicher Wertpapierbetrugs. Die Aktie bleibt derweil unter erheblichem Druck.

Gartner kürt Oracle zum Marktführer

Oracle gab am 19. Februar 2026 bekannt, dass das Analystenhaus Gartner das Unternehmen im Magic Quadrant 2025 für Financial Planning Software als Leader eingestuft hat. Die Auszeichnung gilt für Oracle Fusion Cloud Enterprise Performance Management (EPM). Laut Unternehmensangaben hob Gartner besonders die integrierten KI-Funktionen hervor, die automatisierte Prozesse, vorausschauende Analysen und vernetzte Aktionen ermöglichen sollen.

Oracle verweist zudem auf weitere Leader-Positionen in den Gartner-Rankings 2025 für Cloud-ERP-Lösungen und Financial Close Software.

Klagefrist läuft im April ab

Am selben Tag erinnerte die Kanzlei Bronstein, Gewirtz & Grossman LLC Aktionäre an die laufende Sammelklage vor dem United States District Court für den Bezirk Delaware. Die Frist zur Bewerbung als Hauptkläger endet am 6. April 2026.

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Die Klage richtet sich an Investoren, die zwischen dem 12. Juni und 16. Dezember 2025 Oracle-Aktien erworben haben. Laut Klageschrift sollen die Beklagten irreführende Angaben zu Verträgen für den Aufbau von KI-Rechenzentrumskapazitäten gemacht haben. Zudem wird bemängelt, dass die erheblichen Kapitalinvestitionen nicht wie dargestellt zu einem raschen Umsatzwachstum geführt hätten.

Aktie verliert deutlich

Oracle-Papiere stehen 2026 massiv unter Druck. Am 17. Februar schloss die Aktie bei 153,21 Dollar. Seit Jahresbeginn beträgt der Verlust je nach Datenquelle zwischen 17 und 21 Prozent. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 118,86 bis 345,72 Dollar – ein Beleg für die hohe Volatilität.

Morgan Stanley: Institutionelle Zurückhaltung

Analyst Erik Woodring von Morgan Stanley stellte am 18. Februar 2026 fest, dass institutionelle Investoren Oracle deutlich untergewichten. Die Auswertung von 13F-Meldungen aus dem vierten Quartal zeige, dass Mega-Cap-Technologiewerte so schwach positioniert sind wie seit 17 Jahren nicht mehr. Institutionelle Anleger bevorzugen demnach KI-Hardware-Anbieter gegenüber Softwarekonzernen wie Oracle.

Quartalszahlen stehen an

Am 9. März 2026 wird Oracle voraussichtlich die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorlegen. Dann dürfte sich zeigen, ob die Investitionen in KI-Infrastruktur die erhofften Erträge bringen – und wie das Unternehmen die laufende Klage einordnet.

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