Microsoft Aktie: Gaming-Umbau belastet
Microsoft steht unter Druck. Die Aktie verlor am Montag über 3 Prozent und setzt damit ihre Talfahrt fort – seit dem Oktober-Hoch summiert sich das Minus auf rund 25 Prozent. Verantwortlich sind nicht nur die schwächelnden Märkte, sondern auch hausgemachte Probleme: Die Gaming-Sparte enttäuscht, und der erhoffte KI-Durchbruch lässt auf sich warten.
Gaming-Führung komplett ausgetauscht
Am 20. Februar kündigte Microsoft eine weitreichende Umstrukturierung seiner Gaming-Sparte an. Phil Spencer, seit 38 Jahren im Unternehmen und Architekt der Xbox-Strategie, tritt ab. Seine Nachfolgerin Asha Sharma kommt aus der KI-Abteilung und soll Gaming enger mit künstlicher Intelligenz verzahnen. Auch Xbox-Präsidentin Sarah Bond verlässt das Unternehmen.
Der Zeitpunkt ist heikel. Im Dezember-Quartal brachen die Gaming-Umsätze um 9,5 Prozent ein – mehr als vom Management prognostiziert. Zudem musste Microsoft nicht näher bezifferte Abschreibungen auf Gaming-Assets vornehmen. Das zeigt: Trotz der 69-Milliarden-Dollar-Übernahme von Activision Blizzard im Jahr 2023 läuft es im Spielegeschäft alles andere als rund.
KI-Monetarisierung hinkt hinterher
Der größere Stolperstein liegt jedoch woanders. Microsoft investiert Milliarden in KI-Infrastruktur, doch die Früchte dieser Ausgaben bleiben bislang weitgehend aus. Die Copilot-Software, als KI-Zugpferd für Office 365 gedacht, nutzen laut Analysen nur 3,3 Prozent der 450 Millionen zahlenden Geschäftskunden. Noch alarmierender: Der Marktanteil bei US-Privatkunden fiel zwischen Juli 2025 und Januar 2026 von 18,8 auf 11,5 Prozent – ein Rückgang um 39 Prozent. Google Gemini und ChatGPT ziehen vorbei.
Auch die Cloud-Sparte Azure schwächelt leicht. Das Wachstum verlangsamte sich im jüngsten Quartal auf 39 Prozent, nach 40 Prozent im Vorquartal. Microsoft begründet dies mit Kapazitätsengpässen – ein Eingeständnis, dass die Nachfrage zwar da ist, die Infrastruktur aber noch nicht mithalten kann.
Bewertung auf Zehn-Jahres-Tief
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis unter 25 ist die Aktie so günstig bewertet wie zuletzt 2015. Trotz solider Fundamentaldaten – 81,3 Milliarden Dollar Umsatz im Dezember-Quartal, ein Plus von 17 Prozent, und operative Margen über 47 Prozent – zweifeln Anleger an der Kapitalallokation. Die Frage lautet: Wann zahlen sich die KI-Milliarden aus?
Die nächsten Quartale werden zeigen, ob Microsoft die Lücke zwischen operativer Stärke und enttäuschter Markterwartung schließen kann. Der Gaming-Umbau ist ein Versuch, KI und Xbox enger zu verzahnen. Doch bis konkrete Erfolge sichtbar werden, bleibt die Aktie anfällig für weiteren Verkaufsdruck.
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