Microsoft Aktie: Gaming-Wechsel
Microsoft stellt seine Gaming-Sparte neu auf – und das ausgerechnet in einer Phase, in der die Erlöse schwächeln. Mit Asha Sharma übernimmt eine Managerin mit starkem KI-Background das Ruder, während Langzeitchef Phil Spencer nach Jahrzehnten abtritt. Entscheidend wird nun, ob die neue Führung die teure Integration von Activision Blizzard und den Spagat zwischen Konsole, Abo und Cloud sauber hinbekommt.
Führungswechsel mitten im Umbau
Heute hat Microsoft Asha Sharma zur Executive Vice President und CEO von Microsoft Gaming ernannt. Sie folgt auf Phil Spencer, der nach 38 Jahren im Unternehmen in den Ruhestand geht – davon 12 Jahre an der Spitze der Gaming-Einheit.
Parallel zum Chefwechsel wird auch das Management-Team umgebaut: Matt Booty steigt zum Chief Content Officer auf und verantwortet damit die fast 40 internen Spielestudios. Zudem tritt Xbox-Präsidentin Sarah Bond zurück, bleibt aber in der Übergangsphase als spezielle Beraterin an Bord.
Warum der Zeitpunkt heikel ist
Der Wechsel fällt in eine finanziell anspruchsvolle Phase für die Sparte. Im Quartal bis Dezember 2025 sank der Gaming-Umsatz um 9,4% auf 5,96 Mrd. US-Dollar. Haupttreiber war ein Einbruch der Konsolen-Hardwareverkäufe um 32%. Aber auch Inhalte und Services gaben um 5% nach.
Das steht in auffälligem Kontrast zum Gesamtkonzern: Microsoft steigerte im selben Quartal den Umsatz um 17% auf 81,27 Mrd. US-Dollar. Heißt unterm Strich: Der Druck liegt weniger auf Microsoft insgesamt, sondern sehr konkret auf der Entertainment- und Gaming-Division.
Strategie: Qualität vor KI-Massenware
Sharma übernimmt eine Einheit mit über 500 Millionen monatlich aktiven Nutzern weltweit. Gleichzeitig läuft die Integration der 69-Mrd.-US-Dollar-Übernahme von Activision Blizzard weiter – ein Großprojekt aus Spencers Amtszeit, flankiert von früheren Zukäufen wie ZeniMax und Minecraft.
Spannend ist dabei Sharmas Positionierung: Trotz ihrer KI-Erfahrung betont sie öffentlich, dass Spieleentwicklung menschliche Kreativität priorisieren müsse. Schlechte, automatisiert erzeugte Inhalte lehnt sie ab. Ihre Schwerpunkte: Fokus auf Kern-Console-Fans, hochwertige Releases und die Weiterentwicklung des digitalen Spielens. Marktbeobachter schauen dabei genau hin: Wie stark hält Microsoft an klassischer Hardware fest – und wie aggressiv wird Cloud und Subscription ausgebaut?
An der Börse spiegelt sich die Unsicherheit über Richtung und Tempo des Umbaus bereits wider: Auf 30-Tage-Sicht liegt die Microsoft-Aktie mit rund 15% im Minus.
In den kommenden Wochen dürfte vor allem zählen, ob der Umbau die Organisation stabilisiert: mit klarer Studio-Steuerung unter Booty, einem geordneten Übergang nach Bonds Rücktritt – und einem belastbaren Plan, wie Activision Blizzard operativ sauber integriert wird, ohne die Release-Qualität zu verwässern.
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