Die SFC Energy Aktie springt heute um über 4 Prozent auf 13,46 Euro – und das hat einen guten Grund. Der Brennstoffzellenspezialist überrascht mit seinem Gewinnausblick für 2026 positiv und setzt konsequent auf einen strategischen Schwenk ins Verteidigungsgeschäft. Nach einem holprigen Jahr 2025 kehrt das Unternehmen zum Wachstumskurs zurück.

CEO Peter Podesser zeigt sich optimistisch: "Zum Jahresende sind wir klar auf den Wachstumskurs zurückgekehrt." Das gilt nicht nur für die Umsatzentwicklung, sondern insbesondere für den Auftragseingang – ein entscheidendes Signal für die kommenden Quartale. Die Anleger honorieren die verbesserten Aussichten mit einem deutlichen Kursplus.

Gewinnprognose übertrifft Erwartungen

Besonders bemerkenswert ist der Ausblick für das operative Ergebnis. SFC Energy peilt für 2026 ein bereinigtes EBITDA zwischen 20 und 24 Millionen Euro an. Analyst Malte Schaumann von Warburg Research hebt hervor, dass selbst das untere Ende dieser Spanne noch über seiner bisherigen Erwartung von 19 Millionen Euro liegt.

Beim Umsatz rechnet das Management mit 150 bis 160 Millionen Euro – nach 143,3 Millionen Euro in 2025. Das operative Ergebnis hatte sich im vergangenen Jahr noch um fast ein Viertel auf 16,7 Millionen Euro verschlechtert, lag damit aber immerhin über den Analystenschätzungen.

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Strategischer Umbau zeigt erste Erfolge

Der Schlüssel zur Verbesserung liegt im konsequenten Umbau des Geschäftsmodells. SFC Energy fokussiert sich zunehmend auf Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen im öffentlichen und zivilen Bereich. Für 2026 soll der Anteil des Verteidigungsgeschäfts am Umsatz auf 15 bis 20 Prozent steigen. Zusammen mit zivilen Sicherheitsanwendungen würden dann 60 Prozent der Konzernerlöse aus diesen Bereichen stammen.

"Seit Beginn des Jahres 2026 sehen wir eine sehr dynamische Entwicklung mit einigen Großprojekten, die zur Entscheidung anstehen", erklärt Podesser. Für das erste Halbjahr erwartet er eine starke Entwicklung bei Auftragseingang, Umsatz und Profitabilität.

Kursausblick nach volatiler Phase

Die positive Reaktion an der Börse kommt nicht von ungefähr. Im SDAX gehört die Aktie heute zu den größten Gewinnern und kann ihr Jahresplus auf gut 10 Prozent ausbauen. Das ist beachtlich nach einem schwachen 2025, in dem die Papiere rund ein Viertel an Wert verloren hatten. Im Sommer musste SFC die Jahresprognose senken, im Herbst wurde das Management noch pessimistischer.

Allerdings mahnen Marktteilnehmer zur Vorsicht: Entscheidend sei, inwiefern sich der verbesserte Auftragseingang auch tatsächlich in Umsätze wandele. Eine Schwachstelle bleibt das vierte Quartal 2025, in dem der Umsatz die Erwartungen nicht ganz erreichte. Die vollständigen Geschäftszahlen legt SFC Energy am 26. März vor – dann wird sich zeigen, wie tragfähig die Erholung wirklich ist.

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