Microsoft stellt seine Gaming-Sparte neu auf – und das ausgerechnet in einer Phase, in der das Geschäft zuletzt Gegenwind bekam. Der langjährige Xbox-Chef Phil Spencer geht in den Ruhestand, an der Spitze übernimmt Asha Sharma. Was steckt hinter dem Wechsel, und welche Signale sendet das an den Markt?

Neuer Chef, neues Team

Asha Sharma wurde heute zur Executive Vice President und CEO der Gaming-Division berufen. Sie folgt auf Phil Spencer, der nach 38 Jahren bei Microsoft in Rente geht. Sharma kommt aus Microsofts CoreAI-Produktsparte und bringt operative Erfahrung aus früheren Stationen bei Meta und Instacart mit.

Mit der Personalie bleibt es nicht bei einem einfachen Stabwechsel. Matt Booty steigt zum Chief Content Officer auf. Gleichzeitig verlässt Xbox-Präsidentin Sarah Bond das Unternehmen. Damit wird die Führungsriege im Gaming-Bereich sichtbar umgebaut – inklusive neuer Verantwortlichkeiten für Inhalte.

Warum der Wechsel jetzt kommt

Der Umbau fällt in eine Zeit, in der Microsofts Entertainment-Segment zuletzt Schwäche zeigte. Im Dezemberquartal gingen die Gaming-Umsätze im Jahresvergleich um 9% bis 10% zurück. Besonders deutlich war der Rückgang bei Hardware: Die Konsolenverkäufe sanken um 32% gegenüber dem Vorjahr.

Gleichzeitig bleibt die Reichweite groß. Microsoft spricht über das gesamte Gaming-Portfolio von mehr als 500 Millionen monatlich aktiven Nutzern. Das zeigt: Die Basis ist vorhanden – aber das kurzfristige Momentum im Kerngeschäft Hardware und bei Gaming-Erlösen ist zuletzt abgeflacht.

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Zwischen KI-Kosten und Vertrauen in Inhalte

In der Branche wird der Zeitpunkt diskutiert. Greg Miller (Kinda Funny Games) sagte bereits gestern, Spencers Abgang sei nicht geplant gewesen – und störe damit auch die Vorbereitungen rund um die geplanten 25-Jahr-Feierlichkeiten der Xbox-Marke.

Sharma setzte bei ihrem Antritt ein bewusstes Signal Richtung Community: Spiele seien und blieben Kunst, die von Menschen geschaffen werde. Damit adressierte sie Sorgen, dass Inhalte künftig stärker automatisiert entstehen könnten.

Parallel steht der gesamte Software- und KI-Sektor unter genauer Beobachtung, weil die Investitionen in Infrastruktur steigen. Investor Michael Burry warnte heute vor dem massiven Ausbau und verwies darauf, dass große Tech-Konzerne 2026 zusammen rund 660 Milliarden US-Dollar für KI-Infrastruktur ausgeben könnten.

Microsoft treibt seine eigene Infrastruktur-Agenda weiter: Präsident Brad Smith bestätigte heute, dass bis Ende des Jahrzehnts 50 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur im Global South fließen sollen. Hintergrund ist laut Smith eine deutliche Lücke bei der KI-Nutzung: rund 14% im Global South gegenüber 25% im Global North.

Zum Bild passt auch die Kursentwicklung: Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen spürbar nachgegeben (‑14,75%) und notiert heute bei 336,45 €.

Im Fokus stehen nun die nächsten operativen Schritte unter Sharma – vor allem, ob der Umbau die Gaming-Sparte wieder stabilisiert, während Microsoft gleichzeitig seine teure KI-Infrastrukturstrategie weiter ausrollt.

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