Eine Ära endet bei Microsoft. Nach 38 Jahren verlässt Gaming-Chef Phil Spencer den Konzern – mitten in einer turbulenten Phase für die Xbox-Sparte. Während die Aktie deutlich unter ihrem Allzeithoch notiert, übernimmt nun eine Expertin für künstliche Intelligenz das Ruder. Der strategische Schwenk könnte deutlicher kaum sein: Microsoft richtet seine Gaming-Sparte neu aus, um sinkenden Umsätzen entgegenzuwirken.

Ära Spencer endet, KI-Fokus beginnt

Phil Spencer, der die Gaming-Sparte zwölf Jahre lang leitete und die historische 69-Milliarden-Dollar-Übernahme von Activision Blizzard verantwortete, tritt am morgigen Montag ab. CEO Satya Nadella bestätigte, dass die Nachfolgeplanung bereits seit letztem Jahr lief. Die neue Chefin, Asha Sharma, kommt überraschend aus der CoreAI-Abteilung von Microsoft und bringt Erfahrung von Meta und Instacart mit.

Dieser Führungswechsel ist mehr als eine Personalie. Mit Sharma an der Spitze und dem gleichzeitigen Abgang von Xbox-Präsidentin Sarah Bond signalisiert der Konzern eine technologische Neuausrichtung. Analysten werten den Schritt als Anpassung an eine Zukunft, in der KI eine zentrale Rolle in der Spieleentwicklung einnehmen wird. Sharma selbst versuchte jedoch sofort, Ängste der Spieler zu zerstreuen, und versprach, den Fokus auf Qualität statt auf "seelenlose KI-Inhalte" zu legen.

Zahlen unter Druck

Der Umbau erfolgt aus einer Position der Schwäche im Gaming-Segment. Im Dezember-Quartal fielen die Umsätze der Sparte um rund 9,5 Prozent und verfehlten damit die internen Prognosen deutlich. Zusätzlich belasteten Abschreibungen das Ergebnis.

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Dieser Rückgang steht im scharfen Kontrast zum Rest des Konzerns. Während das Cloud-Geschäft mit einem Umsatz von über 50 Milliarden Dollar neue Rekorde feiert, muss die Gaming-Sparte ihre Profitabilität erst noch beweisen. Die Investoren reagierten zuletzt nervös auf die Diskrepanz zwischen massiven Investitionen und den tatsächlichen Erträgen.

Aktie sucht Boden

Die Unsicherheit spiegelt sich im Aktienkurs wider. Das Papier hat seit dem Allzeithoch im Juli 2025 fast 28 Prozent an Wert eingebüßt und notiert aktuell bei 337,10 Euro. Allein seit Jahresanfang summieren sich die Verluste auf über 16 Prozent.

Marktbeobachter sehen hier eine Kombination aus enttäuschten Erwartungen im Gaming-Sektor und allgemeinen Sorgen über die Amortisationsdauer der gigantischen KI-Infrastrukturausgaben. Die Aktie handelt derzeit deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt, was den anhaltenden Abwärtstrend technisch bestätigt.

Mit dem Amtsantritt der neuen Führung am Montag beginnt für die Gaming-Sparte eine Bewährungsprobe. Asha Sharma muss nun beweisen, dass sie den Umsatzschwund stoppen kann, ohne die loyale Spielerbasis durch eine zu aggressive Technologie-Integration zu verprellen.

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