Microsoft und OpenAI ziehen ihre Partnerschaft länger durch als bisher gedacht. Das sichert dem Konzern zwar zusätzliche Erlösbeteiligungen – doch an der Börse überwiegt weiterhin ein anderes Thema: die teuren KI-Investitionen. Genau dieser Spagat prägt derzeit die Stimmung rund um die Aktie.

OpenAI-Deal verlängert – mit mehr Beweglichkeit für OpenAI

Nach einem überarbeiteten Abkommen soll Microsoft bis 2032 20% der gesamten OpenAI-Umsätze erhalten. Zuvor lief diese Regelung laut Bericht nur bis 2030 – unterm Strich also zwei Jahre mehr „Revenue-Runway“.

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Gleichzeitig verschieben sich die Gewichte in der Partnerschaft. OpenAI bekommt mehr Flexibilität, auch mit weiteren Compute-Anbietern zusammenzuarbeiten. Microsofts zuvor stärkeres „Vorrecht“ in bestimmten Situationen wurde gelockert. Als Gegenleistung verpflichtet sich OpenAI zu hohen, langfristigen Ausgaben für Azure – ein Punkt, der Microsofts Cloud-Pipeline planbarer machen soll.

Starke Zahlen – und trotzdem Skepsis

Operativ lieferte Microsoft zuletzt eigentlich Argumente, die beruhigen könnten. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Umsatz um 17% auf 81,3 Mrd. US-Dollar, das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 4,14 US-Dollar über den Erwartungen (3,92 US-Dollar). Auch das Cloud-Geschäft knackte mit 51,5 Mrd. US-Dollar erstmals die Marke von 50 Milliarden, ein Plus von 26%.

Warum bleibt die Aktie trotzdem unter Druck? Der Markt schaut weniger auf die kurzfristige Wachstumsrate – und stärker auf die Rechnung, die dafür anfällt.

CapEx als Knackpunkt – das kostet die KI-Offensive

Der zentrale Belastungsfaktor sind die Investitionen in KI-Infrastruktur. Microsoft bezifferte die CapEx inklusive Finance Leases im Quartal auf 37,5 Mrd. US-Dollar, +66% gegenüber dem Vorjahr. Ein Großteil floss in kurzlebige Komponenten wie GPUs und CPUs. Gleichzeitig baute der Konzern in drei Monaten rund ein Gigawatt Rechenzentrumskapazität zu und brachte eigene Chips (Maia 200, Cobalt 200) ins Spiel.

Genau hier liegt die entscheidende Abwägung: Kann Microsoft die massiven Vorleistungen schnell genug in nachhaltig hohe Cloud-Umsätze ummünzen? Das Management selbst dämpfte zumindest kurzfristig Erwartungen, weil man bis mindestens zum Geschäftsjahresende kapazitätsseitig eingeschränkt bleibe – ein Teil des Azure-Umsatzes verschiebt sich dadurch faktisch nach hinten.

Als Stimmungsbild passt dazu auch der Kursverlauf: Auf 30 Tage liegt die Aktie 14,58% im Minus (Schlusskurs Freitag: 337,10 €) und notiert klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

Im Blickpunkt stehen außerdem Insider-Transaktionen: Ein Board-Mitglied kaufte Mitte der Woche 5.000 Aktien, während aus dem Management eine sehr kleine Position verkauft wurde – insgesamt gemischte, aber auffällige Signale.

Ende April 2026 ist der nächste konkrete Prüfstein: Dann legt Microsoft die nächsten Quartalszahlen vor – inklusive Fortschritt bei Azure, Ausblick und vor allem der Frage, wie stark die KI-Investitionen weiter anziehen.

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