Die Deutsche Lufthansa gerät erneut in Turbulenzen. Kaum eine Woche nach dem Streik bei der Kernmarke droht bereits der nächste Arbeitskampf – diesmal bei der Regionaltochter CityLine. Parallel dazu treibt der Konzern die Expansion mit Air India voran und feiert die Zulassung der neuen Allegris Business Class.

CityLine vor dem Streik

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat am 18. Februar die Urabstimmung unter den rund 450 Cockpit-Mitarbeitern der Regionaltochter beantragt. Im Zentrum steht die Forderung nach drei aufeinanderfolgenden Gehaltserhöhungen von jeweils 3,3 Prozent für die Jahre 2024 bis 2026.

Das Management beharrt darauf, dass jede Erhöhung durch Produktivitätszugeständnisse kompensiert werden müsse. Die VC bezeichnet diesen Vorschlag als Nullsummenspiel und lehnt ihn ab. Verschärft wird der Konflikt durch Lufthansas Plan, CityLine im kommenden Jahr einzustellen und den Regionalbetrieb auf die neue Tochter City Airlines zu übertragen. CityLine betreibt mehr als 300 tägliche Verbindungen mit Embraer- und CRJ-Flugzeugen zu den Drehkreuzen Frankfurt und München.

Strategische Partnerschaft mit Air India

Carsten Spohr und Air India CEO Campbell Wilson unterzeichneten am 17. Februar ein Memorandum of Understanding für ein künftiges Joint Business Agreement. Die Vereinbarung soll die Position in Indien stärken – dem zweitwichtigsten Premium-Markt für Langstreckenflüge nach den USA.

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Das kürzlich abgeschlossene Freihandelsabkommen zwischen Indien und der EU soll zusätzlichen Rückenwind bringen. Der bilaterale Warenhandel zwischen beiden Wirtschaftsräumen beläuft sich auf 180 Milliarden Euro jährlich. Das gemeinsame Netzwerk umfasst bereits 15 indische und 27 europäische Destinationen mit Codeshare-Flügen auf 146 Routen in 22 Ländern.

Allegris Business Class zugelassen

Die Allegris Business Class in der Boeing 787-9 hat die behördliche Zulassung erhalten. Ab sofort sind 25 der 28 Business-Class-Sitze für Flüge ab dem 15. April buchbar. Vom Frankfurter Drehkreuz aus bedient die Boeing 787-9 mit Allegris-Ausstattung zum Start des Sommerflugplans Verbindungen nach Austin, Rio de Janeiro, Bogotá, Kapstadt, Shanghai, Hyderabad und Hongkong. New York JFK und Los Angeles folgen im Juni, Delhi im Juli.

Seit Sommer 2024 reisten mehr als eine Million Passagiere in der neuen Kabine. Acht fabrikneue Dreamliner sind bereits in Frankfurt stationiert, 21 weitere Boeing 787-9 sind bestellt.

Am 5. März folgen die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Bis dahin dürfte sich zeigen, ob bei CityLine ein weiterer Streik die Betriebsabläufe belastet.

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