Lufthansa Aktie: Neue Höhenflüge!
Die Lufthansa-Aktie zeigte sich am Donnerstag freundlich und kletterte zeitweise um 1,18 Prozent auf 9,30 Euro. Doch hinter den Kulissen brauen sich dunkle Wolken zusammen: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat eine Urabstimmung über einen möglichen Streik bei der Tochtergesellschaft Cityline eingeleitet. Bis zum 26. Februar um 10 Uhr können die Piloten darüber abstimmen, ob sie in den Ausstand treten wollen.
Hintergrund der Eskalation sind gescheiterte Tarifverhandlungen, die bereits seit August 2025 laufen. Die VC fordert eine stufenweise Erhöhung der Vergütungstabellen um jeweils 3,3 Prozent – rückwirkend zum 1. Februar 2024, zum 1. Januar 2025 und zum 1. Januar 2026. Am Dienstag erklärte die Gewerkschaft die Verhandlungen schließlich für gescheitert, da kein verhandlungsfähiges Angebot auf dem Tisch liege.
Zweite Gewerkschaft bereits im Streik
Cityline, die Zubringerflüge zu den Drehkreuzen Frankfurt und München betreibt, steht bereits massiv unter Druck. In der vergangenen Woche hatte die Kabinengewerkschaft Ufo bereits gestreikt – als Reaktion auf die angekündigte Schließung des Flugbetriebs der Regionalfluggesellschaft. Nun droht mit den Piloten auch die zweite wichtige Berufsgruppe mit Arbeitskampfmaßnahmen.
Die doppelte Streikfront bei Cityline könnte für Lufthansa zum ernsten Problem werden, da die Regionalgesellschaft wichtige Zubringerflüge zu den großen Hubs übernimmt. Flugausfälle würden nicht nur die Passagiere treffen, sondern auch die Anschlussverbindungen im gesamten Lufthansa-Netzwerk beeinträchtigen.
Air France-KLM beflügelt den Sektor
Trotz der hausgemachten Probleme profitierte die Lufthansa-Aktie am Donnerstag von starken Signalen aus der Branche. Air France-KLM legte überraschend gute Geschäftszahlen für 2025 vor und übertraf die Erwartungen sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn. Die Aktie des französisch-niederländischen Konzerns schnellte um fast 13 Prozent nach oben – der höchste Stand seit Mitte September.
Höhere Ticketpreise und gesunkene Treibstoffkosten hatten Air France-KLM einen deutlichen Gewinnanstieg beschert. Die Premium-Strategie und die stärkere Fokussierung auf teurere Buchungsklassen zahlen sich aus. Analysten sehen 2026 eher als Jahr der klassischen Netzwerk-Airlines, während Billigflieger wie Ryanair und easyJet unter Druck bleiben.
Die Lufthansa-Aktie wurde von der Branchenrally mitgezogen und stieg um zwei Prozent. Mit 9,48 Euro näherte sich der Titel dem jüngsten Höchststand seit 2023. Über 9,59 Euro wäre es ein neues Mehrjahreshoch. Analysten sehen die Lufthansa sogar als Kandidaten für eine Rückkehr in den DAX – Modeversender Zalando müsste dann womöglich weichen.
Strategische Perspektive trotz Störfeuer
Unabhängig von den aktuellen Arbeitskonflikten verfolgt Lufthansa auch langfristige strategische Ziele. So will der Konzern die Zusammenarbeit mit dem Star Alliance-Partner Air India ausbauen und vom schnell wachsenden indischen Markt profitieren. Indien weist derzeit mit die höchsten wirtschaftlichen Wachstumsraten auf und hat sogar China bei der Bevölkerungszahl überholt. Ein wegweisendes Handelsabkommen mit der EU soll die wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter stärken.
Ob die positiven Branchensignale und strategischen Perspektiven jedoch ausreichen, um mögliche Streikfolgen zu kompensieren, bleibt abzuwarten. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Cityline-Piloten tatsächlich für Arbeitskampfmaßnahmen stimmen – und wie Lufthansa darauf reagiert.
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