Lufthansa Aktie: Erwartungen verfehlt?
Die Lufthansa Group steht vor einem heiklen Spagat: Während das Management mit Air India eine strategische Partnerschaft ausbaut, brodelt es intern bei der Regionaltochter Cityline. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt und droht mit Streik.
Indien-Deal als Wachstumshebel
CEO Carsten Spohr unterzeichnete am Dienstag gemeinsam mit Air-India-Chef Campbell Wilson eine Absichtserklärung für ein künftiges Joint Business Agreement. Der Hintergrund: Der im Januar geschlossene Freihandelsvertrag zwischen der EU und Indien eröffnet neue Chancen. Indien ist für die Lufthansa Group bei Langstreckenflügen bereits der zweitwichtigste Markt nach den USA.
Im Rahmen der Star Alliance bieten die Partner aktuell Codeshare-Flüge auf 146 Strecken in 22 Länder an. Das gemeinsame Netz umfasst 15 indische und 27 europäische Ziele. In einem ersten Schritt konzentriert sich die Kooperation auf die Erweiterung und gemeinsame Vermarktung des Flugangebots. Perspektivisch sollen Flugpläne koordiniert, Umsteigezeiten verkürzt und Vielfliegerprogramme verzahnt werden.
Cityline-Piloten machen sich streikbereit
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Deutlich angespannter ist die Lage bei der Regionaltochter Cityline. Nach ergebnislosen Gehaltsverhandlungen hat die Tarifkommission beim Vorstand der VC die Urabstimmung beantragt. Eine Entscheidung wird noch diese Woche erwartet. Die Gewerkschaft fordert für die Jahre 2024, 2025 und 2026 eine stufenweise Anpassung der Vergütungstabellen um jeweils 3,3 Prozent.
"Statt konkreter Verbesserungen beharrte die Arbeitgeberseite darauf, dass jede Erhöhung der Vergütung an anderer Stelle kompensiert werden müsse", kritisiert VC-Verhandlungsführerin Tanja Viehl. Die Verhandlungen laufen seit August 2025. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Kabinengewerkschaft Ufo bei Cityline gestreikt – als Reaktion auf die angekündigte Schließung des Flugbetriebs.
Die Cityline, die Zubringerflüge an die Drehkreuze Frankfurt und München anbietet, soll im kommenden Jahr auslaufen. Ihre Verbindungen gehen auf die neue Tochter Lufthansa City Airlines über. Doch laut VC hat dieser Umstand nichts mit den laufenden Tarifverhandlungen zu tun. Tarifkommissions-Sprecher Arne Karstens stellt klar: "Selbst wenn der Konzern unternehmerische Entscheidungen über die Zukunft einzelner Flugbetriebe trifft, entbindet dies nicht von der Verantwortung, laufende Tarifverhandlungen ernsthaft und konstruktiv zu führen."
Die Aktie notierte im XETRA-Handel zeitweise 1,64 Prozent tiefer bei 9,09 Euro. Anleger dürften die drohende Streikwelle mit Sorge betrachten – zumal nach dem jüngsten Pilotenstreik bei der Kerngesellschaft nun auch die Regionaltochter vor einem Arbeitskampf steht.
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