Ein minimaler Kursanstieg vorbörslich hilft der Aktie kaum. Denn die Stimmung bleibt von zwei Themen geprägt: möglicher Verwässerung durch neue Aktien und neuen Sammelklagen in den USA. Genau diese Kombination hält viele Anleger auf Abstand.

Mehr Spielraum für neue Aktien

Nach einem Aktionärsvotum hat Plug Power die Zahl der genehmigten Stammaktien deutlich ausgeweitet. Laut Unterlagen wurde die Satzung so geändert, dass sich die „authorized shares“ von 1,5 Milliarden auf 3,0 Milliarden verdoppeln. Die Änderung ist seit letzter Woche wirksam.

Solche Schritte wertet der Markt oft als Vorbereitung für spätere Kapitalmaßnahmen. Das Unternehmen nennt „allgemeine Unternehmenszwecke“ als Begründung. Händler achten nun besonders darauf, ob etwa „at-the-market“-Platzierungen oder andere Finanzierungsmaßnahmen folgen, die bestehende Aktionäre verwässern könnten. In den Tagen nach der Zustimmung blieb der Kurs entsprechend nervös: Am Dienstag ging es zunächst spürbar abwärts, am Mittwoch folgte eine kleine Gegenbewegung.

Sammelklagen erhöhen den Druck

Zusätzlich kommen rechtliche Risiken hinzu. In den vergangenen 48 Stunden haben mehrere Kanzleien, darunter Pomerantz LLP sowie Bleichmar Fonti & Auld LLP, Sammelklagen gegen das Unternehmen und einzelne Führungskräfte angekündigt bzw. eingereicht.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Plug Power?

Die Klagen liegen beim U.S. District Court for the Northern District of New York. Der Vorwurf: Verstöße gegen US-Wertpapiergesetze durch irreführende Aussagen – unter anderem zur Wahrscheinlichkeit von Kreditmitteln aus dem US-Energieministerium (DOE) sowie zum Bau von Wasserstoff-Produktionsanlagen. Hintergrund sind Berichte aus dem späten Jahr 2025 über Verzögerungen oder Unterbrechungen bei bestimmten Projektaktivitäten, die damals bereits auf den Aktienkurs drückten.

Hohes Short-Interesse, operative Lichtblicke

Auffällig bleibt auch die Positionierung am Markt: Rund ein Viertel des frei handelbaren Aktienbestands („Float“) soll leerverkauft sein. Was heißt das konkret? Die Daten deuten darauf hin, dass viele Marktteilnehmer weiter auf fallende Kurse setzen – auch wenn ein so hoher Anteil bei positiven Nachrichten grundsätzlich kräftige Gegenbewegungen begünstigen kann.

Operativ meldete Plug Power zwar Fortschritte in Europa, etwa die Installation von Elektrolyseur-Einheiten in einer Raffinerie in Portugal sowie Infrastruktur für Wasserstoff-Lieferungen in Rotterdam. Im aktuellen Umfeld rücken diese Meldungen jedoch in den Hintergrund, solange Verwässerungsrisiken und mögliche Rechtsfolgen die Debatte dominieren.

Anzeige

Plug Power-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Plug Power-Analyse vom 19. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Plug Power-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Plug Power-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Plug Power: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...