Die Machtverhältnisse am Schweizer Uhrenmarkt verschieben sich zuungunsten der Swatch Group. Ein aktueller Branchenreport von Morgan Stanley und LuxeConsult zeigt, dass der Konzern Marktanteile an private Konkurrenten verliert und seine wichtigste Marke deutlich an Boden einbüßt. Kann sich Swatch in diesem zunehmend polarisierten Umfeld behaupten?

Flaggschiff Omega verliert Spitzenplatz

Im Zentrum der Analyse steht die Entwicklung von Omega. Die umsatzstarke Kernmarke ist im Ranking der größten Schweizer Uhrenhersteller von Platz drei auf Platz fünf abgerutscht. Mit einem geschätzten Umsatz von 2,2 Milliarden Schweizer Franken zogen Wettbewerber wie Cartier und Patek Philippe vorbei. Während Branchenprimus Rolex seine Führung weiter ausbaut, verliert Omega in der Gunst der Käufer an Boden.

Dieser Abwärtstrend zieht sich durch fast das gesamte Portfolio. Zehn weitere Konzernmarken, darunter Tissot und Longines, verzeichneten Umsatzrückgänge von mehr als 15 Prozent. Longines verlor dabei sogar seinen Status als Marke mit einem Milliardenumsatz. Marktbeobachter werten dies als Indiz dafür, dass sich das Käuferinteresse immer stärker auf wenige, exklusive Privatmarken konzentriert, die mittlerweile fast die Hälfte des Gesamtmarktes kontrollieren.

Exportflaute belastet zusätzlich

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Zusätzlicher Druck kommt von den aktuellen Außenhandelsdaten für den Januar 2026. Die Schweizer Uhrenexporte sanken insgesamt um 3,6 Prozent auf 1,9 Milliarden Franken. Besonders deutlich zeigt sich die Schwäche im wichtigsten Absatzmarkt USA, wo die Exporte um 14 Prozent einbrachen. Vor allem Uhren aus Edelmetallen blieben in den Regalen liegen, während das mittlere Preissegment zumindest leichte Zuwächse verbuchen konnte.

An der Börse sorgt diese Nachrichtenlage heute für Ernüchterung. Die Aktie notiert mit einem Minus von 1,83 Prozent bei 214,00 € und entfernt sich damit weiter von ihrem jüngsten 52-Wochen-Hoch bei 218,90 €. Trotz eines ordentlichen Jahresstarts mit einem Plus von 17,20 Prozent scheint der Markt die strukturellen Probleme der Kernmarken nun stärker zu gewichten.

Ausblick und charttechnische Lage

Obwohl der Titel mit einem RSI von 63,6 noch keine extremen Werte erreicht hat, rücken nun die technischen Unterstützungen in den Fokus. Solange der Kurs über dem 50-Tage-Durchschnitt von 190,17 € notiert, bleibt der Aufwärtstrend formal bestehen. Sollten die kommenden Exportdaten jedoch keine Stabilisierung im US-Geschäft signalisieren, droht ein Test der psychologisch wichtigen Marke von 200,00 €.

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