Glencore Aktie: Kampf um Rohstoffe
Der Rohstoffriese Glencore spielt seine Machtposition im globalen Verteilungskampf voll aus. Mit einem gezielten Deal für die US-Regierung und Zukäufen im Lithium-Sektor treibt der Konzern den Aktienkurs in Richtung neuer Rekorde. Doch wie nachhaltig ist dieser politisch getriebene Aufschwung für die weitere Kursentwicklung?
USA sichern sich Kobalt-Reserven
Treibende Kraft der jüngsten Rally ist ein strategisch brisanter Auftrag: Glencore liefert knapp 2.000 Tonnen Kobalt für die nationale Sicherheitsreserve der USA. Das Auftragsvolumen von rund 115 Millionen US-Dollar ist dabei weniger entscheidend als das politische Signal. Der Konzern etabliert sich als zentraler Partner im „Project Vault“, einer Initiative der US-Regierung zur Sicherung kritischer Mineralien.
Marktbeobachter werten diesen Schritt als Bestätigung der neuen Konzernstrategie. Glencore positioniert sich zunehmend als westlicher Ankerlieferant, um von staatlichen Investitionsprogrammen zu profitieren. Das Management hatte diese Absicht bereits bei der Vorlage der Jahreszahlen Mitte Februar unterstrichen.
Verknappung treibt die Bewertung
Parallel zur US-Offensive erweitert das Unternehmen sein Lithium-Portfolio. Der Erwerb von Erzvorräten der australischen Core Lithium sichert kurzfristig Material in einem Markt, der aktuell durch geopolitische Eingriffe unter Druck gerät. Das zeitgleiche Exportverbot für Rohmineralien in Simbabwe verknappt das globale Angebot drastisch. Da Simbabwe zu den größten Lithium-Produzenten Afrikas zählt, gewinnen Glencores gesicherte Lieferketten in politisch stabilen Regionen wie Australien an strategischem Wert.
Starke Performance im Chart
Diese operative Neuausrichtung spiegelt sich eindrucksvoll in der Kursentwicklung wider. Die Aktie notiert aktuell bei 6,07 Euro und damit in direkter Schlagdistanz zum erst kürzlich markierten 52-Wochen-Hoch von 6,09 Euro. Mit einem Zuwachs von über 59 Prozent auf Zwölfmonatssicht gehört der Titel zu den klaren Gewinnern im Sektor.
Das fundamentale Rückgrat für diesen Anstieg liefert das solide Jahresergebnis 2025. Mit einem operativen Ergebnis (EBITDA) über den Erwartungen und einer fortschreitenden Schuldenreduzierung honorieren Investoren den Fokus auf das eigenständige Wachstum, nachdem Fusionsgespräche mit Wettbewerbern Anfang des Monats beendet wurden.
Fazit: Politische Börse
Glencore gelingt die Transformation vom reinen Rohstoffhändler zum strategischen Partner für westliche Regierungen. Die Kombination aus künstlicher Marktverknappung durch Exportverbote und direkten Staatsaufträgen aus den USA schafft ein günstiges Umfeld. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob der Konzern diese politische Vorzugsstellung in weiteren Großaufträgen für die Kupfer- und Lithiumsparte monetarisieren kann.
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