Glencore Aktie: Solide Positionierung
Der Rohstoffriese Glencore präsentiert ein Zahlenwerk voller Kontraste: Während das operative Ergebnis schwächelt, gelingt unter dem Strich die Rückkehr in die Gewinnzone. Zudem winkt den Anlegern eine milliardenschwere Ausschüttung. Doch reicht dieser Mix aus, um die jüngste Rallye an der Börse zu rechtfertigen, oder nehmen Investoren nun Gewinne mit?
Operative Dämpfer und Kupfer-Boom
Auf den ersten Blick wirken die gestern veröffentlichten Zahlen ernüchternd. Das bereinigte EBITDA, eine zentrale Kennzahl für die operative Ertragskraft, sank im Geschäftsjahr 2025 um sechs Prozent auf 13,5 Milliarden US-Dollar. Auch das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) gab um 14 Prozent nach. Verantwortlich dafür waren primär die im Jahresverlauf schwächeren Erträge aus dem Kohlegeschäft, die selbst durch eine massive Preissteigerung beim Kupfer nicht vollständig aufgefangen werden konnten.
Der Kupferpreis erwies sich dabei als wichtigste Stütze des Konzerns: Er kletterte im Jahresverlauf um beachtliche 44 Prozent auf über 12.000 US-Dollar pro Tonne. Dieser Preissprung trieb den Gesamtumsatz um sieben Prozent auf 247,5 Milliarden US-Dollar an, konnte aber die margin-seitigen Rückgänge in anderen Sparten nicht gänzlich kompensieren.
Rückkehr in die schwarzen Zahlen
Trotz des operativen Gegenwinds lieferte Glencore eine entscheidende positive Nachricht: Der Konzern wirtschaftet unter dem Strich wieder profitabel. Nach einem Milliardenverlust im Vorjahr steht nun ein Jahresüberschuss von 363 Millionen US-Dollar in den Büchern.
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Diese finanzielle Stabilisierung kommt den Aktionären direkt zugute. Der Vorstand plant eine Gesamtausschüttung von rund zwei Milliarden US-Dollar. Konkret bedeutet das 17 US-Cent je Aktie, zahlbar in zwei Tranchen im Juni und September. Darin enthalten ist eine Sonderdividende, was die Zuversicht des Managements in die Cashflow-Generierung unterstreicht. Dennoch reagiert der Markt heute verhalten: Die Aktie notiert aktuell bei 5,69 Euro, ein Minus von 2,27 Prozent gegenüber dem Vortag. Angesichts des Anstiegs von über 43 Prozent in den letzten zwölf Monaten nutzen einige Anleger die gemischten Zahlen offenbar für Gewinnmitnahmen.
Strategische Reserven und Ausblick
Ein interessantes Detail für die zukünftige Kapitalallokation ist die Beteiligung am Agrarkonzern Bunge. Glencore hält hier Anteile im Wert von rund vier Milliarden US-Dollar. Das Management klassifiziert diese Position klar als überschüssiges Kapital. Eine Monetarisierung zu einem "geeigneten Zeitpunkt" könnte in Zukunft weitere Mittel für Aktionärsausschüttungen oder den Schuldenabbau freisetzen.
Blickt man auf das laufende Jahr, hellt sich das Bild bei den Energieträgern wieder auf. Exportkürzungen in Indonesien haben die Preise für Energiekohle zuletzt gestützt, und auch das Handelssegment (Marketing) profitierte zuletzt wieder von regionalen Preisunterschieden. Mit einer stabilen Nettoverschuldung und geplanten Investitionen von bis zu 28 Milliarden US-Dollar bis 2028 richtet sich der Fokus nun auf operative Effizienz und die Hebung der Werte aus dem Bunge-Paket.
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