DAX: Branchentrends bewertet
Der deutsche Leitindex steht heute ganz im Zeichen einer intensiven Berichtssaison. Während die Deutsche Telekom mit starken Prognosen und Milliarden-Rückkäufen glänzt, flüchten Anleger bei Fresenius trotz solider Rekordzahlen. Was sorgt für diese gespaltene Stimmung im DAX und wie positionieren sich die Schwergewichte für das Jahr 2026?
Telekom liefert, Fresenius enttäuscht
Die Deutsche Telekom überzeugt auf ganzer Linie und stützt den Index maßgeblich. Mit einem operativen Gewinn (EBITDA AL) von 44,2 Milliarden Euro für das abgelaufene Jahr und einem Wachstumsziel von weiteren 7 Prozent auf 47,4 Milliarden Euro für 2026 demonstriert der Konzern Stärke. Zusätzlich sorgt ein neues Aktienrückkaufprogramm über 2 Milliarden Euro für massive Nachfrage.
Ganz anders stellt sich die Lage bei Fresenius dar. Trotz eines organischen Umsatzplus von 7 Prozent und einer Dividendenerhöhung auf 1,05 Euro gerät die Aktie unter Druck. Marktteilnehmer reagieren hier klassisch nach dem Muster "Sell-the-News". Auslöser ist der Ausblick für 2026: Analysten, unter anderem von JPMorgan, bewerten das angepeilte organische Wachstum von 4 bis 7 Prozent als zu konservativ. Diese Einschätzung führte umgehend zu Gewinnmitnahmen.
Allianz und Bayer ohne Dynamik
Die Allianz findet nach ihren Quartalszahlen keine klare Richtung. Der Versicherer erfüllte die Markterwartungen punktgenau und kündigte Rückkäufe im Volumen von 2,5 Milliarden Euro an. Dennoch fehlt laut Analysten von Goldman Sachs und RBC kurzfristig die Fantasie für weitere Kursausbrüche, weshalb die Bewertungen überwiegend auf "Neutral" verbleiben.
Bei Bayer halten sich positive und negative Nachrichten die Waage. Ein Studienerfolg bei der Xofigo-Kombitherapie, der das Sterberisiko bei Prostatakrebs um 24 Prozent senkt, steht einer juristischen Auseinandersetzung gegenüber. Die gestrige Klage gegen Johnson & Johnson wegen angeblich irreführender Werbung belastet die Stimmung und verhindert eine klare Aufwärtsbewegung.
Die angekündigten Aktienrückkaufprogramme von Allianz und Telekom mit einem Gesamtvolumen von bis zu 4,5 Milliarden Euro dürften in den kommenden Handelstagen eine solide Untergrenze gegen stärkere Marktabverkäufe bilden. Bei Fresenius wird entscheidend sein, ob die Vertragsverlängerung von CEO Michael Sen bis 2031 das institutionelle Vertrauen in die langfristige Strategie stabilisieren kann, sobald die erste Verkaufs Welle abgeebbt ist.
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