Der Bergbau-Gigant Rio Tinto setzt voll auf organisches Wachstum statt auf teure Übernahmeschlachten. Nach dem endgültigen Aus der Fusionsgespräche mit Glencore schmiedet der Konzern nun eine strategische Allianz mit dem chilenischen Staatsunternehmen Codelco. Das Ziel ist klar: Die massive Ausweitung der Kupfer- und Lithiumproduktion in einer der wichtigsten Berbauregionen der Welt, um die steigende Nachfrage der Energiewende zu bedienen.

Allianz für Kupfer und Lithium

Die am Donnerstag unterzeichnete Absichtserklärung (MoU) markiert eine deutliche Vertiefung der Partnerschaft zwischen Rio Tinto und dem weltgrößten Kupferproduzenten Codelco. Im Fokus stehen gemeinsame Investitionsprojekte, operatives Management und die Optimierung der Lieferketten. Ein neu gegründeter Lenkungsausschuss soll konkrete Pilotprojekte identifizieren.

CEO Simon Trott bezeichnete Chile als Schlüsselregion für die Wachstumsstrategie des Konzerns. Die Unternehmen arbeiten bereits beim Kupferprojekt "Nuevo Cobre" zusammen. Zudem investierte Rio Tinto jüngst 900 Millionen Dollar für einen Anteil von 49,9 % an einem Lithium-Venture im Maricunga-Salzsee. Dieser Schritt unterstreicht die Abkehr von Mega-Fusionen hin zur gezielten Entwicklung eigener Assets, nachdem der potenzielle 260-Milliarden-Dollar-Deal mit Glencore Anfang Februar endgültig vom Tisch war.

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Starke Zahlen stützen Kurs

Die strategische Neuausrichtung wird durch solide Finanzdaten untermauert. Im Geschäftsjahr 2025 steigerte Rio Tinto das bereinigte EBITDA um 9 % auf 25,4 Milliarden Dollar, was leicht über den Erwartungen lag. Haupttreiber war die Kupfersparte: Die Produktion legte um 11 % zu, insbesondere dank einer massiven Leistungssteigerung (+61 %) in der nun fertiggestellten Untertagemine Oyu Tolgoi in der Mongolei.

Der Markt honoriert diese Entwicklung. Die Aktie konnte seit Jahresanfang bereits um fast 22 % zulegen und notiert aktuell bei 84,34 Euro, nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 85,60 Euro.

Investitionen belasten Bilanz kurzfristig

Der aggressive Wachstumskurs hat jedoch seinen Preis. Die Nettoverschuldung stieg zum Jahresende deutlich auf 14,4 Milliarden Dollar an. Ursächlich hierfür waren Investitionsausgaben in Höhe von 12,3 Milliarden Dollar, darunter die Übernahme von Arcadium Lithium. Um die Bilanz zu stärken, prüft das Management derzeit den Verkauf der Borat- und Titandioxid-Sparten, was Erlöse zwischen 5 und 10 Milliarden Dollar in die Kasse spülen soll.

Ausblick: Dividende und Lithium-Ziele

Trotz der hohen Investitionen hält Rio Tinto an seiner Dividendenpolitik fest und schüttet erneut 60 % des bereinigten Gewinns aus. Operativ bleibt der Fahrplan ambitioniert: Bis 2028 soll die Lithiumkapazität auf 200.000 Tonnen jährlich steigen. Für Anleger ist kurzfristig vor allem der 6. März 2026 relevant – an diesem Datum wird die Aktie ex-Dividende gehandelt.

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