Während Bergbaugigant Glencore seine Jahreszahlen vorlegt, tickt im Hintergrund eine weitaus brisantere Uhr: Bis zum 5. Februar muss Konkurrent Rio Tinto Farbe bekennen – entweder ein verbindliches Übernahmeangebot vorlegen oder das Fusionsvorhaben offiziell beerdigen. Die operativen Kennzahlen fallen derweil gemischt aus.

Die wichtigsten Fakten:
- Kupferproduktion 2025 sank um 11% auf 851.600 Tonnen
- Prognose für 2026: 810.000 bis 870.000 Tonnen Kupfer
- Rio Tinto hat bis 5. Februar Zeit für finales Übernahmeangebot
- Kobalt-Prognose zurückgezogen wegen Exportquoten-Unsicherheit in DRK

Kupferförderung unter Druck

Die Kupferproduktion des Gesamtjahres 2025 bewegte sich mit 851.600 Tonnen zwar am unteren Ende der prognostizierten Spanne von 850.000 bis 875.000 Tonnen, lag jedoch im Rahmen der Erwartungen. Für 2026 rechnet das Management mit einer Bandbreite von 810.000 bis 870.000 Tonnen – belastet durch geringere Erzgehalte und Wasserrestriktionen in der chilenischen Collahuasi-Mine.

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Bemerkenswert: Im zweiten Halbjahr 2025 zog die Kupferproduktion deutlich an, was auf operative Verbesserungen hindeutet.

Kobalt-Prognose gestrichen

Ungewöhnlich ist der Rückzug der Kobalt-Produktionsprognose. Grund sind unklare Exportquoten aus der Demokratischen Republik Kongo, wo Glencore 2026 der Kupferförderung Vorrang vor Kobalt einräumen will. Eine strategische Entscheidung, die die Unsicherheit im afrikanischen Bergbaugeschäft unterstreicht.

Parallel läuft das Geschäft weiter

Unabhängig von den Fusionsspekulationen sicherte sich Glencore am 30. Januar eine langfristige Rohstoffquelle: Eine Finanzierung über bis zu 30 Millionen US-Dollar für Abcourt Mines sowie eine sechsjährige Abnahmevereinbarung für 100% der Gold- und Silberproduktion der Mine Sleeping Giant.

Am 18. Februar folgen die vorläufigen Jahresergebnisse 2025 – doch bis dahin dürfte die Rio Tinto-Entscheidung längst gefallen sein.

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